Lehrtätigkeit/Teaching

DAAD-Fea­ture-Work­shop in Belém 1991


Brasilien: 
Für das Goethe-Insti­tut und den SFB 1989, 1990 und 1991 Leit­er mehrerer Work­shops über “Schöpferische Rund­funkar­beit” (“Cria­tivi­dade radiofóni­ca”) in São Paulo, Sal­vador, São Luiz, For­t­aleza, Belèm, Brasil­ia. Radio-Forum 1997 in Rio de Janeiro. 


 

Sem­i­nar-Teil­nehmer in Sal­vador-Bahia (Goethe-Insti­tut 1990)




Auf Brasil­ian­isch klingt „Fea­ture“ wie „Future“ – Bericht über zwei Fach­sem­inare und einen Work­shop in Brasilien an das Goethe-Insti­tut und die mit-unter­stützende Fea­ture-Abteilung des SENDER FREIES BERLIN, August/September 1989:

„Mostrar que os pro­gra­mas radiofôni­cos de repotagem podem ser feitos de uma maneira diver­sa da habituel“ … „Zeigen, dass doku­men­tarisch Radio­pro­gramme anders gestal­tet wer­den kön­nen als üblich“ – diese Arbeitsvor­gabe stand in ein­er Ankündi­gung des „Jor­nal da Bahia“ unter der Über­schrift „Cria­tivi­dade radiofôni­ca”.

Mit ganz­er Wucht überkam mich jene „übliche“ Audi­vi­sion­swelt schon beim ersten neugieri­gen Ritt durch die Radio- und TV-Kanäle im Hotelz­im­mer gle­ich nach der Ankun­ft (…) Mit weni­gen Aus­nah­men ist Radio – chád­schu sagen die Brasil­ian­er – ein Sek­tor der Kon­sumgüter-Indus­trie, Abteilung Reklame. Der uni­form-mark­tschreierische Sprechges­tus der Mod­er­a­toren herrscht auch in den superkurzen, spär­lichen Nachricht­en­blöck­en vor. Der FM-Radiomach­er ver­lässt nie das Stu­dio zu Auße­nauf­nah­men. Er hat noch nie ein Ton­band zer­schnit­ten, nie mon­tiert, noch niemals O-Töne gemis­cht. Er ver­richtet seinen 4-Stun­den-Schicht­di­enst auss­chließlich am Mikrophon (…) 

Kom­merzielle wie nichtkom­merzielle Radio­sta­tio­nen arbeit­en großteils mit schlecht bezahlten, sozial kaum abgesicherten free lancers. Fast alle sehen sich gezwun­gen, zwei bis drei Jobs auszuüben. So auch die Sem­i­narteil­nehmer, Durch­schnittsalter 30 Jahre. Da schlief schon mal ein­er bei Grup­pendiskus­sio­nen ein. 

Voll­mundig erk­lärte ich zu Anfang: „Sie wer­den in diesem Sem­i­nar keine Tricks erfahren, wie Sie im beste­hen Medi­en­sys­tem rei­bungslos­er und effek­tiv­er funk­tion­ieren kön­nen. Wenn Sie kein weit­eres Räd­chen in der Reizberieselungs­mas­chine wer­den wollen, müssen Sie an der Verän­derung des Medi­en­sys­tems mitwirken!“ 

Inmit­ten des sub­tro­pis­chen Dauer­lärms bei geöffneten Fen­stern und Türen reduzierte ich bald den Appell auf eine the­o­retis­che und prak­tis­che Auseinan­der­set­zung mit den akustis­chen Gegeben­heit­en der Umwelt. Manche Hör­er nah­men nun wohl zum ersten Mal das Grundgeräusch der 13-Mil­lio­nen-Megas­tadt Sao Paulo wahr, und über die All­t­ag­stech­nik des selek­tiv­en Hörens gelangten wir zur selek­tiv­en Auf­nahme von O-Tönen und zum Umgang mit den aus der Klangumge­bung her­au­soperierten Einzelsig­nalen bei der anschließen­den Mis­chung (…)

Lei­der bleiben solche Essen­tials unser­er Fea­turear­beit für die Mehrzahl der brasil­ian­is­chen Kol­le­gen bloße The­o­rie, so lange der Kampf um die materiellen Grundbe­din­gun­gen alle Kräfte, alle Phan­tasie erfordert. Ernüchtert, aber auch gerührt sah ich zu, wie die Gruppe mit ein­fachen Cas­set­tengeräten aus brasil­ian­is­ch­er Pro­duk­tion, sog. „Ghet­to­blasters“, zu hochgesteck­ten Zie­len auf­brach (…) ◀︎


Mexiko: 
Fea­ture-Work­shop in Mex­i­co City (Uni­ver­si­dad del Claus­tro de Sor Jua­na, 1996).

USA: Goethe-Insti­tut, “Deutsches Haus” New York und NY State Uni­ver­si­ty 1992. Nation­al Con­fer­ence der Asso­ci­a­tion of Inde­pen­dents in Radio (AIR), Wash­ing­ton 1994. “Open Your Ears” Con­fer­ence, Wash­ing­ton 2004.


NEW YORK UNIVERSITY, EVELYN McVEIGH, AN GABRIELE BECKER, GOETHE  INSTITUT 1014 FIFTH AVE.
13. NOVEMBER 1992:


Dear Ms. Beck­er,

I am writ­ing to extend to you and the Goethe Insti­tute my thanks and the grat­i­tude of the Depart­ment Radio / Sound Area for hav­ing made pos­si­ble Hel­mut Kopetzky’s recent vis­it to New York.

His vis­it made it clear­er to us that there is noth­ing quite like the Ger­man radio fea­ture in the Unit­ed States, and it was of great val­ue to all our stu­dents, to hear the work of this extra­or­di­nary man and his col­leagues at Sender Freies Berlin.

His gen­uine warmth and will­ing­ness to share his expe­ri­ences and his infec­tious enthu­si­asm for radio and sound all had a pro­found effect on many of our stu­dents. Weeks lat­er many of them are still talk­ing about some of the selec­tions he played, and some of them will undoubt­ed­ly be inspired to attempt to do sim­i­lar things on their own (…) ◀︎


Polen: 
Tre­f­fen junger pol­nis­ch­er Radio-Doku­men­taris­ten in Bia­lystok 1995. Sem­i­nar­i­um Repor­tazu in Kaz­imierz 1996 und Biela Bial­s­ka 1997. Fes­ti­val Junger Doku­men­taris­ten in Szczeczin 1999 und 2000.

Nieder­lande: 
Fea­ture Fes­ti­val “Bound­less Sound”, Ams­ter­dam 1995, 1997 und 2001. Radi­o­la­bor, Wal­ter-Maas-Huis, Bilthoven 2001.

Repub­lik Irland: 
Fea­ture-Sem­i­nare Dublin (1995) und Lim­er­ick (2007) 

Ecuador: 
Sem­i­nar der CEDEP + Hum­boldt-Gesellschaft in Quito 1996.

Rumänien:
Orig­inal­ton-Sem­i­nar 1998 für den rumänis­chen Rund­funk und Goethe-Insti­tut in Bukarest. Fol­low-up-Sem­i­nar in Bukarest 1999. Vor­trags-Ver­anstal­tun­gen an der pri­vat­en “Gheorghe-Cristea”-Universität Bukarest und doku­men­tarisch­er Prax­is-Kurs in Cluj (Klausenburg)1999.

Kenia:
Fea­ture-Work­shop (für Goethe-Insti­tut und SFB) in Nairo­bi 1994. 


Schat­ten­box­en in Ostafri­ka – Bericht an das Goethe-Insti­tut über einen Fea­ture-Work­shop in Nairo­bi, 13. bis 24. Juni 1994  

(…)  Seit Wolf­gang Bauern­feinds Sem­i­nar vor zwei Jahren hat­te sich das Kli­ma abgekühlt. Damals notierte er noch in seinem Abschluss­bericht: „Es knis­tert im Land, und in meinem Sem­i­nar spüre ich Offen­heit“. Das poli­tis­che Barom­e­ter, noch auf „Verän­der­lich“ ste­hend, zeigte nun eher „Stag­na­tion“ an. 


Erster Ein­druck: Zurück­hal­tung beim For­mulieren eigen­er Mei­n­un­gen. Vergnügtes Abwarten. Fra­gend wühlte ich mich durch die See­len­schicht­en der jun­gen afrikanis­chen Kol­legIn­nen, legte Äng­ste bloß: „Darf ich beim Inter­view einen Min­is­ter, der sich hin­ter seinem Schreibtisch ver­schanzt hat, aus auf­nah­me­tech­nis­chen Grün­den zum Sitz­platzwech­sel auf­fordern?“ Und immer häu­figer das Wort „Zen­sur“. Was „geht“ ger­ade noch? Wie ver­packt man Wahrheit­en als Kon­ter­bande?

Zunächst also: Auf­tauen, Mut­machen, Kampf der Selb­stzen­sur. So kam die Rolle der Pub­lizis­tik in ein­er offe­nen Gesellschaft auf die Tage­sor­d­nung – und die Rolle jedes einzel­nen Medi­en­mi­tar­beit­ers. Der Pro­duk­tions-Work­shop – das The­ma hieß “BLACK AND WHITE / The chal­lenge of liv­ing togeth­er“ –  geri­et auch zum beruf­sethis­chen Sem­i­nar.

Freilich: Den Ein­druck des Schat­ten­box­ens wurde ich nie ganz los. Hat­ten diese intel­li­gen­ten, humor­vollen, begeis­tert disku­tieren­den Beruf­skol­legIn­nen die leis­es­te Chance, das gemein­sam Erar­beit­ete unter den gegen­wär­ti­gen Bedin­gun­gen je anzuwen­den? Und wie soll­ten sie angesichts der (verord­neten) Armut an Geräten und Mate­r­i­al brauch­bare Doku­men­tar-Fea­tures zus­tande­brin­gen?

Ich sah, wie sich Stu­den­ten mit stumpfen Rasierklin­gen beim Bän­der-Cut­ten abquäl­ten und altes Video-Kle­be­band – höch­stens noch zum Fliegen­leimen brauch­bar – in schmale Ton­klebe­streifen zer­schnit­ten. Ich sah die aus Man­gel an Lötzeug ver­knoteten Kabel und das ver­legene Achselzuck­en der mis­er­abel bezahlten tech­nis­chen Angestell­ten.

Und den­noch haben wir gear­beit­et, acht bis zehn Stun­den täglich. Und hat­ten Freude daran. Die Teil­nehmer bracht­en mir bei, wie ich am besten mit ihren All­t­agss­chwierigkeit­en fer­tig wer­den kon­nte. Sie haben mich mit men­schlichen und beru­flichen Erfahrun­gen belohnt. ◀︎


Moldaw­ien:
Orig­inal­ton-Sem­i­nar für Tel­era­dio Moldo­va und Goethe-Insti­tut in Chisin­au 1998.

Argen­tinien:
Sem­i­nar “Schöpferische Rund­funkar­beit” in Cor­do­ba auf Ein­ladung des Goethe-Insti­tuts, 1999. 

Tschechis­che Repub­lik:
Fea­ture-Grund­la­gen, Czesky Rozh­las, mit Edwin Brys, 2007.

Deutsch­land: 
Work­shops mit Funkau­toren aus den neuen Bun­deslän­dern beim Mit­teldeutschen Rund­funk, Leipzig, im März und April 1992 und bei DS-Kul­tur Berlin im Jan­u­ar 1993 (Auf­nahme- und Stu­dio-Tech­nik, Dra­maturgie, Schreiben für den Rund­funk, Reportage-The­o­rie). Fea­ture-Sem­i­nar, Deutsches Insti­tut für pub­lizis­tis­che Bil­dungsar­beit / Rund­funk-Bil­dungszen­trum Dort­mund 1993.

WEITERE FEATURE-WORKSHOPS:

Radio Bre­men 1993. Evan­ge­lis­che Akademie Nordel­bi­en, Berlin 1994. Evan­ge­lis­che Jour­nal­is­ten-Schule Berlin 1996. Work­shops mit Fea­ture-Autorin­nen / Autoren des DLR Berlin 1999, 2000, 2001, 2002, 2003.

Fea­ture-Werk­statt “Region­al — Die lange Form” (BR/ZFP) Übersee/ Chiem­see 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011. Fea­ture-Work­shops des Hes­sis­chen Rund­funks, Frank­furt a. M. 2002 und 2007. Grup­pen­pro­jekt “Michael Jack­son — Ein Phan­tom­bild”, Deutsch­land Radio Berlin 2003. Auf­nah­me­tech­nik-Work­shop, Saar­ländis­ch­er Rund­funk 2006. Dra­maturgie, Deutsch­land­funk 2006. Radio­phone Gestal­tung von Kurzbeiträ­gen, BR-Stu­dio Ost­bay­ern, Regens­burg, 2010.

Fea­ture im Hör­funk (BR), München 2011. “Sie hören (nicht) die Auf­nahme — Von der Rekon­struk­tion der akustis­chen Wirk­lichkeit im Stu­dio”, Work­shop an der Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar 2012. Vor­führung und Diskus­sion des SFB-Fernse­hfea­tures “Für Fred­dy tu’ ich alles” (1976) und des Radiofea­tures “Fred­dy – Der Sänger auf dem Draht­seil” (1974) im Film­mu­se­um / Uni­ver­sität Pots­dam, Stu­di­en­gang “Europäis­che Medi­en­wis­senschaft”, 2012. Fea­ture-Work­shop (Dra­maturgie und Tech­nik), NDR 2013. Work­shop “Dra­maturgie des Radio-Erzäh­lens”, Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar, 2013

EBU MASTER SCHOOL

Radio doc­u­men­tary devel­op­ment project  (gemein­sam entwick­elt mit Nathalie Labour­dette, Edwin Brys und Stephen Erick­son): Coach 2002/03 (Oslo / Brüs­sel / Berlin / Zagreb); 2004/05 (Berlin  / Brüs­sel  / Wien); 2005/06 (Berlin / Brüs­sel / Kopen­hagen / Prag); 2007/08 Berlin, Brüs­sel, Halle, Ostra­va, Sofia).
Teil­nahme an Coach­ing-Sem­i­nar der EBU / Media Acad­e­mie Hil­ver­sum, 2006).


VORTRÄGE UND DISKUSSIONSBEITRÄGE

u.a. Radio Prag / Sta­tion “Vlta­va” und Ver­band der tschechis­chen Rund­funk-Kün­stler (Prag 1992) über “Doku­men­tarische Rund­funk­for­men in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land”. Muse­um für Gestal­tung, Basel 1994: “Insze­nierte Geräusche — Die Wieder­her­stel­lung der Wirk­lichkeit im Radio”. Radio-Forum des Prix Italia, Neapel 1996: “Infor­ma­tion, Opin­ion, Provo­ca­tion” — The Radio Fea­ture of the Nineties” und Radio-Forum des Prix-Italia, Raven­na 1997: “Please — make me laugh !” Prix Europe, Berlin 1997 / Mark­t­platz der Ideen: “Laugh out”. Inter­na­tion­al Fea­ture Con­fer­ence, Warschau 1998 (“The Art of Dra­matur­gy”) und Berlin 2000 (“Orson Welles”). Hear­ing “SOS Fea­ture”, Prix Europa, Berlin 2001.

BBC-Kon­ferenz “The Future of the Radio Fea­ture” (“Seduc­tive Radio and the Doc­u­men­tary Idea”), Lon­don 2002. “Lange Nacht der Hör­büch­er”, Buchmesse Leipzig 2002. “Fea­ture-The­o­rie und -Prax­is”, Uni Hildesheim 2003. “Der Stein und das Bewusst­sein” — Diskus­sions-Ver­anstal­tung an der Fach­hochschule Ful­da über “Autonome und Autonomie” (2005). Vor­trag über Akustis­che Dra­maturgie, “Plopp”-Wettbewerb, “Hau” Berlin 2005. Inter­na­tion­al Fea­ture Con­fer­ence, Wien 2006 (“Open­ings and End­ings”).

“First per­son sin­gu­lar — Die Wieder­ent­deck­ung des Autors im Radio-Fea­ture” (mit Michael Lis­sek, Woche des Hör­spiels, Berlin 2007). “Schreiben mit dem Mikrophon”, Schreib­w­erk­statt Radio, Leipzig 2008 und 2010). “Leichen­schmaus im Café Exit” (Vor­führung und Diskus­sion, Bre­mer “Hörki­no”, 2008 — in der gle­ichen Rei­he “Män­ner im Mut­ter­land” (2009), “Liebe und andere Zwis­chen­fälle (2011) und “Der Kun­stkopf-Mann” (2019). Europawelle Saar, Vor­trag über die Zukun­ft großer Radio­for­mate (2008). “Schreiben mit Orig­inal­ton” — Ver­anstal­tungsrei­he mit Fea­tures von H. K. in der Bib­lio­thek Peter­sha­gen / Fred­er­s­dorf (2008 / 09).

“Fea­tures mit Sog und Kraft” — Sem­i­narleitung “School of Media”, Leipzig, 2009. ARD Fea­ture-Tre­f­fen, Köln (Vor­führung und Diskus­sion “Der Unbelehrbare”, NDR, 2010). Stu­den­tis­ches Oh!-Ton-Festival Pots­dam 2011, Vor­führun­gen und Diskus­sio­nen (“Der Unbelehrbare”, “In den Tod — Hur­ra!”, “Meine Ent­deck­ung des Sound”).

Vor­trag an der Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar (“ICH -For­men der Sub­jek­tiv­ität im Doku­men­tar-Radio”) 2012. “Objek­tive Lügen — Sub­jek­tive Wahrheit­en”, Buchvorstel­lung und Diskus­sion, DX-Camp des Rhein-Main-Radio-Club, Wet­zlar 2013. “Feinde wie wir — Jugend auf den Schlacht­feldern des Ersten Weltkriegs” – Öffentliche Vor­führung und Diskus­sio­nen im Von­der­au-Muse­um Ful­da, der Her­mann-Lietz-Schule (Inter­nat Schloss Bieber­stein) und im Ful­daer Dom­gym­na­si­um mit 160 Schülern sowie im Kul­turvere­in Lauter­bach (Vogels­berg), 2014.

Ein­stein-Forum, Pots­dam: Vor­trag “Hören ist Erin­nern – Über die Ambivalenz des Sound” (Jan­u­ar 2015). Jahresta­gung des Stu­di­enkreis­es Rund­funk und Geschichte — Ein­führungsvor­trag “Von der Mindmap zum Hör­fea­ture”, Pots­dam 2016. “Wenn Geräusche lügen” — Zwei Vorträge im Fer­di­nand-Braun-Beruf­ss­chulzen­trum, Ful­da (2016). Öffentliche Vor­führun­gen des Fea­tures “Der Kun­stkopf-Mann” beim Kun­st­fes­ti­val in Pfaf­fen­hofen a. d. Ilm. Teil­nahme mit “Kun­stkopf-Mann” und “Ernst Schn­abel / Ein Mann im Wet­t­lauf mit der Zeit” an der Ausstel­lungs-Rei­he “Radio­phon­ic Spaces” (Basel, Berlin, Weimar 2018/19).

Klan­gin­stal­la­tion und Rate­spiel der “Sound­de­tek­tive” in der Kinder-Akademie, Ful­da 2019. Vor­führung und Diskus­sion des Fea­tures “Auch ich war ein Bittschön” (1993) in der Leipziger “Geräuschkulisse” aus Anlass der Buchmesse mit Tschechien als Gast­land, 2019. Mitar­beit am “Radioblog” im swr-Por­tal “Dokublog” seit Feb­ru­ar 2015. Hör­spiel­work­shop mit Flüchtlingskindern, Ful­da 2016 (“Ful­da Rap”).

LEHRAUFTRÄGE 

der Uni­ver­sität Leipzig, Fach­bere­ich Kom­mu­nika­tions- und Medi­en­wis­senschaften, im Win­terse­mes­ter 1993/94 (“Orig­inal­ton im Hör­funk-Fea­ture — Möglichkeit­en und Gren­zen”) und im Som­merse­mes­ter 1994 (“Radio-Fea­ture inter­na­tion­al”).


VERSCHIEDENES

Mit Wolf­gang Bauern­feind, Gabriele Auensen-Borgelt, Alfred Behrens, Elfriede Czur­da und anderen Ini­tia­tor der “Funk-Stunde” in der Neuen Gesellschaft für Lit­er­atur, Berlin: Öffentliche Vor­führung bzw. Live-Pro­duk­tion und Diskus­sion von Fea­tures und Hör­spie­len im Deutschen Rund­funkmu­se­um und in der “Galerie am Chamis­so­platz” in den 80er Jahren.


AUS EINER ART MANIFEST (“OKTOBERDRUCK” 1980):

Für die Autoren der Gruppe ist Radio ein unübertrof­fenes, nie ver­al­tendes Instru­ment für den Aus­tausch von Gedanken und Empfind­un­gen – autonomes akustis­ches Medi­um inmit­ten der Bilder­flut. Sie schätzen den Verzicht auf das Optis­che als Stärke, die ein­fachen Mit­tel (Wort, Geräusch, Pause) als Reich­tum. Sie set­zen auf die Mitar­beit, die Phan­tasie der Hören­den. Sie wehren sich gegen Ten­den­zen, den Medi­en­markt für den raschen Umschlag von beque­mer, anspruch­slos­er Ware herzuricht­en. Meist geschicht­s­los aufgewach­sen in der Nachkriegszeit, suchen sie nach Wurzeln, nach Bezü­gen, Vor­bildern – und ent­deck­en sie in den hoff­nungsvollen Jahren der ersten deutschen Repub­lik, in den beherzten Anfän­gen der zweit­en: den Funk-Exper­i­menten, Radio­the­o­rien, Arbeit­er-Radio­clubs der 20er, den Sendun­gen des Nord­west­deutschen Rund­funks der frühen 50er Jahre (…) Die BERLINER FUNKSTUNDE, das erste regelmäßige Radio­pro­gramm aus dem Vox-Haus am Pots­damer Platz, machte aus Dichtern und Lit­er­at­en auch die ersten Funkau­toren: Benn, Döblin, Kasack, Kaiser, Lasker-Schüler, Wer­fel, Bar­lach, Brecht (…) ◀︎

Eröff­nung der Hörki­no-Rei­he im Berlin­er Zeughaus Unter den Lin­den mit “Hochzeit mit dem Feind” 1991 (Wieder­auf­führung des Fea­tures mit Diskus­sion im ARD-Haupt­stadt­stu­dio 2010). Vier Jahre ARD-Vertreter in der Fea­ture Project Group der EBU, Genf. Mit­glied der Project Group zur Vor­bere­itung und Durch­führung der Inter­na­tionalen Fea­ture-Kon­feren­zen 1996 in Lon­don, 1997 in Oslo und 1998 in Warschau.


WISSENSCHAFTLICHES

u. a. Diplo­mar­beit von Elke Thiele (Uni­ver­sität Leipzig): “Zur Meth­ode des Hör­funk­fea­tures — Eine Unter­suchung aus­gewählter Arbeit­en Hel­mut Kopet­zkys”, 1993 (Fortschrei­bung durch Kat­ja Schmidt in ihrer Bach­e­lo­rar­beit, Uni­ver­stität Leipzig, 2009). Diplo­mar­beit von Dörte Fiedler: “Gestal­tete Real­ität — Ten­den­zen im Radio-Fea­ture”, 2007. Diplo­mar­beit von Robert Rymes: “Umgang mit fremd­sprachi­gen O-Tönen im Radio-Fea­ture”, 2008. Mas­ter­ar­beit von Katin­ka Schmitt über den Autor Hel­mut Kopet­zky in Form eines ein­stündi­gen Radio-Fea­tures (FU Berlin, “Ange­wandte Lit­er­atur­wis­senschaft”), 2009.