Halleluja – oder Amen !

Christliche Fun­da­men­tal­is­ten auf dem Vor­marsch.

Ein Front­bericht. 

SFB/ORB Fea­ture mit MDR, BR, HR und NDR (2003).



FLUGZEUGGERÄUSCH / EINSCHLAG DES PASSAGIERFLUGZEUGS IN DEN SÜDTURM DES WORLD TRADE CENTER / EINE FRAU SCHREIT:

OH, MY GOD ! OH, MY GOD ! OH, MY GOD !

Frauen­stimme  (DICHT)  Mein Gott !

WORSHIPRADIO-TRAILER  … On Sep­tem­ber 11th the world was changed, as Osama Bin Laden und his sup­port­ers have declared a Holy War on Ameri­ka and it’s val­ues. How should Chris­tians respond ? What is the real dan­ger of Islam ?  Answers to those ques­tions and more today on “Truth On The Line”…  

Erzäh­lerin (VOICE OVER) “Die Welt hat sich verän­dert an diesem 11. Sep­tem­ber. Osama Bin Laden und seine Anhänger riefen zum Heili­gen Krieg gegen Ameri­ka und seine Werte … Wie sollen Chris­ten darauf antworten ? Wie gefährlich ist der Islam?” 

SPRECHCHOR (O-TON)  Jesus ! Jesus ! Jesus ! Jesus ! Jesus!

Erzäh­lerin (DARAUFGott ist zurück – der Rachegott des Alten Tes­ta­ments und der liebe Vater mit dem weit­en, weichen Rock. Ein glänzen­des Come­back. 

BROTHER ROBERT E. ANDERSONWe tru­ly are liv­ing in trou­blous times. But I tell you: This can be the best time that the church has ever had…

Erzäh­lerin (VOICE OVER) … Wahrlich – wir leben in schreck­lichen Zeit­en. Aber ich sage Euch: Eine bessere Zeit hat die Kirche vielle­icht nie gehabt!

Die “Kirche” – das ist nicht der gute alte Son­ntagskreis der Betschwest­ern. Da tre­f­fen sich die “Gottge­salbten”, die “Gerufe­nen”, die auser­wählte Schar; wiederge­borene Jünger des HERRN, Zeu­gen des Pfin­gst­wun­ders: “In den let­zten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott – Ich werde von meinem Geist aus­gießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter wer­den Propheten sein, eure jun­gen Män­ner wer­den Visio­nen haben und eure Alten Träume…” 

Sie reden “in Zun­gen”, tanzen und taumeln, zuck­en, zit­tern, schreien, lachen. Wun­der geschehen – vor aller Augen. 

In dieser Kirche geht was ab !

EINEBETHALLE DER BRASILIANISCHENASSEMBLEIA DE DEUS” / FLEHENDE UND SCHLUCHZENDE ANHÄNGER  / VOICE OVER:  

Erzäh­lerin  Und so schreien sie in Rio und São Paulo. Die Bethallen der neuen Megakirchen brum­men in Kigali und La Paz, in Harare, Moskau, Bukarest. Hun­dert Mil­lio­nen “Charis­matik­er” in Afri­ka und Südameri­ka. Und eine halbe Mil­lion schon bei uns – in Deutsch­land.

DIE TAUBEHEIDELBERG / GEMEINDEGESANG MIT BAND-BEGLEITUNG

… Die Flut steigt / Die Flut steigt / Ich danke Dir für Deine Gnade Herr / Ich hab Dich lieb / Und ich brauch Dich so sehr / Ich will Dich fühlen / Will Dich berühren / Ich will Dich an mich zieh’n / Ich will Dich schmeck­en, Herr…

VEREINZELTE VERZÜCKTE AUSRUFE 

Erzäh­lerin  Jet­zt nach Feier­abend ist das Hei­del­berg­er Indus­trie-gebi­et Rohrbach-Süd eine ver­lassene Gegend mit öden Con­tain­er-Baut­en. Kein Men­sch, kein Verkehr auf den Straßen. 

Die charis­ma­tis­che Gemeinde, die sich abends hier ver­sam­melt, heißt “Die Taube”. Der Geist Gottes flat­tert auch auf ihrer Home­page: www.DieTaube.org

Pier­rot Fey (AUF DIE ATMO): Ich glaube, dass ein jed­er Men­sch über­natür­liche Sinne hat. Und die kann man üben. 

Erzäh­lerin Ihr Guru und Prophet ist Pier­rot Fey, gebür­tiger Fran­zose.

Pier­rot Fey  Unser Geist nimmt Kon­takt auf mit dem Geist Gottes. 

Und wir hören Infor­ma­tio­nen, die Gott uns geben möchte durch seinen Geist. 

Propheten pro­bieren mit ihrem Geist, Kon­takt zu haben mit dem Geist Gottes auf der Basis der Bibel … 

GOTTESDIENST-ATMO HOCH / Pier­rot Fey  Die Flut ist die Güte Gottes … Und Gott ist so gut, so gut … Kannst Du Dir vorstellen, dass die Güte Gottes an Dir hochsteigt, dass Du fast darin ertrinkst … Komm rein heute Abend … Komm ein­fach rein…  Ich möchte, dass du die Güte Gottes spürst !  Dass jed­er heute Abend in der Güte Gottes schwim­men kann … Die Flut steigt …Geh hinein und spür’ die Güte Gottes … die Güte Gottes…

Amen.

DIE GEMEINDE SINGT / EINZELNE PFEIFEN DIE MELODIE MIT: Tauche mich tief hinein, tief hinein / Ich will von Deinem Geist ganz umgeben sein / Bis hin zum Über­fluss…  

Zeu­g­in 1  Wir wur­den ange­wor­ben durch ein Fam­i­lien­mit­glied. Und wenn man dieses Fam­i­lien­mit­glied seit Jahren ken­nt und liebt – dann schaut man sich das vielle­icht mal an. 

Die meis­ten Leute sind zwis­chen 30 und 40, die in so was reinger­at­en. Sie haben vielle­icht auch eine Leben­skrise. Es ste­ht ’ne Schei­dung an. Oder mit den Kindern funk­tion­iert irgend­was nicht. Oder beru­flich ist irgend­was nicht in Ord­nung – es ist ja eine große Fam­i­lie. Und sie fühlen sich dort wohl, sie sind dort glück­lich. Alle begrüßen sie mit Freude und mit Offen­heit und “Schön, dass Du da bist !” Sie wer­den in den Arm genom­men, sie wer­den da ver­wöh­nt…

Eine Fre­undin im Hin­ter­grund  Love bomb­ing !

Zeu­g­in 1  … Love bomb­ing ! Das macht auch Sci­en­tol­ogy ! Das machen die Psy­chokulte genau so wie die Sek­ten. Das ist diese Anwer­bezeit. Und nach drei Monat­en – bei manchen dauert’s etwas länger — da wird zugeschla­gen! Und grade Kopf­men­schen – die ras­seln völ­lig rein. 

DRESDEN, PULVERFABRIK (“KRAFTWERK”-JUGENDKIRCHE)

Pas­tor Wolf:  Ich danke Dir Jesus, dass Du gekom­men bist und am Kreuz gestor­ben bist für jeden einzel­nen, Herr! Damit wir frei sein kön­nen von dem, was uns son­st bedrück­en müsste. So bet’ ich Herr, dass diese Wahrheit vom Kreuz, und die Kraft, die darin liegt, jet­zt Real­ität wird in diesem Raum im Namen Jesu, Herr. Und ich bitte, dass es beson­ders bei den Men­schen wirkt, denen es heute nicht gut geht, Herr. Die sich abgelehnt fühlen und die sich fra­gen, wer bin ich eigentlich. Und ich glaube, dass Gott ihnen und euch sagen will, dass er gekom­men ist um Euch zu offen­baren, wer Ihr seid, und dass Ihr wertvoll seid. Und dass Euer Leben einen Sinn, einen Plan und eine Zukun­ft hat. Und, Vater, ich bete, dass du das jet­zt bestätigst in den Herzen von diesen Men­schen. Amen.

SONGMEIN GANZES LEBEN / GEBICH DIR“ / JUBEL UND BEIFALL

Pfar­rer Wolff   Ja, come on, please ! It’s for you ! We love you ! Yeah ! … Okay!

Erzäh­lerin  Jugend­kirche “Kraftwerk”, Dresden-Nord.In der früheren Muni­tions­fab­rik lobpreist die Nach­wen­de­gen­er­a­tion. Arme gereckt, Dau­men und Zeigefin­ger gespreizt. Leuch­t­ende Augen. Kein Kreuz, keine Heili­gen­bilder. Par­ty­zone mit Chill-Out-Bere­ich, Matratzen­lager. 

Pas­tor Wolff:  Hey, seid lock­er !

Die Putzkolonne heißt Clean­team, der Gottes­di­enst Wor­shipevent, die Band heißt “Jesus­Burg­er”. Das Out­fit liefert der Jesus-Freak-Inter­net-Shop.

Stimme … Die T-Shirts GOTT HAT MICH LIEB ! gibt es für ger­ade mal 10 €  … Den 1-MILLION-JESUS-FREAKS-CAN’T-BE-WRONG-Kapu hauen wir für 25 € ‘raus … Die Jesus-Mützen ver­schleud­ern wir zur Zeit für acht und die gestick­te Dor­nenkro­ne für nur 28 €… 

Pfar­rer Gandow  Das sind in Wirk­lichkeit keine Freaks, die sich zu Jesus bekehrt haben, son­dern das sind so Kinder aus diesen from­men Trup­pen­teilen, die nu’ ooch gern starke Sprüche machen wollen, die eben nicht ‚Jesus du bist wun­der­bar’ son­dern ‚Jesus du bist geil’ sagen wollen.

Erzäh­lerin  Der Sek­ten­fach­mann Thomas Gandow, Pfar­rer der evan­ge­lis­chen Kirche in Berlin-Bran­den­burg. 

Pas­tor Gandow  Das ist alles nur geklaut. Szene wird umge­dreht auf christlich.

Erzäh­lerin  Beken­nt­nisse.  

Erster Jesus-Freak  (STARKE DRESDENER FÄRBUNG): Wenn wir Prob­leme haben, kön­nen wir zum Her­rn gehen und wirk­lich das Herz auss­chüt­ten !

Wirk­lich, es geschieht Verän­derung dadurch. Man sagt immer: Beten – das hil­ft nicht. Aber das stimmt nicht ! Wenn man wirk­lich darum betet, dass Gott Verän­derung schenkt – das trifft auch wirk­lich ein. Das kann man nicht erk­lären. Das ist eigentlich gewaltig, was da manch­mal passiert für Sachen, also… 

Zweit­er Jesus-Freak  Das ist die Gnade, die Gott hat­te – dass er seinen Sohn hat ver­reck­en lassen am Kreuz, ganz blutig – und nicht irgend ’ne schöne Geschichte daraus gemacht und so …Der Geist Gottes kommt in einen rein und erfüllt einen. Das ist so genial.  Da kön­nte man eigentlich immer tanzen, sin­gen … Und dafür tun wir ihn auch anbeten…

Drit­ter Jesus-Freak   Der ist aufer­standen, der ist ja nicht tot ! Er ist wieder zu Gott gefahren in den Him­mel. Und wir kön­nen mit ihm reden. Und das ist total cool.

Viert­er Jesus-Freak   Ich kann mich nicht damit zufrieden geben, dass, wenn ich sterbe, ich in ’ne Kiste komme, ver­rotte und alles weg ist. Und selb­st, wenn es falsch sein sollte, was ich glaube, hab’ ich ein gutes Leben gehabt! 

Erzäh­lerin Ihr Pas­tor sagt:

Pas­tor Wolff   Wir glauben, dass Gott eine reale Per­son ist – so wie Sie und ich, in ein­er anderen Dimen­sion, die unser­er natür­lichen Wahrnehmung ver­bor­gen ist. So wie es viele Dinge gibt in ein­er anderen Dimen­sion. Und der Punkt ist, dass es irgend­wo eine Sit­u­a­tion gegeben haben muss, in der man eine Schlüs­sel­er­fahrung hat­te; in der man erkan­nt hat, dass es diese Per­son gibt. Und diese Gewis­sheit ist schw­er oder gar nicht zu ver­mit­teln. Die muss man erleben! 

RELIGIÖSE ROCK-SHOW IM STADION DER STADT SANTARÉM, AMAZONIEN / “BABY DO BRASILSINGT:  “HALLELUJAHALLELUJAGLORIA Á DEUS!” 

Erzäh­lerin Im Sta­dion der Stadt San­tarém am unteren Ama­zonas gastiert “Baby do Brasil” mit ihrer Band, vor kurzem noch ein Sexsym­bol der kom­merziellen Medi­en. Auch die Sän­gerin hat den Her­rgott ent­deckt, streckt die Arme aus zum Nachthim­mel; küßt das Kreuz, das zwis­chen ihren Brüsten baumelt. Und betet. 

DIE SÄNGERIN BETET

(VOICE OVERHerr, ich danke Dir, dass ich hier sein darf … hier, an diesem Ort … Ich möchte ganz klein sein … klein und rein … Benutze mich, Herr! Mein Leben gehört Dir! 

JUBEL / HALLELUJA-RUFE / DARAUF:

Erzäh­lerin  Die brasil­ian­is­che IGREJA UNIVERSAL des selb­ster­nan­nten Propheten und Dol­larmil­liardärs Idir Mace­do besitzt über 2000 Tem­pel, 22 Radiosender und 16 Fernsehsta­tio­nen, darunter die zweit­größte Sender­kette des Lan­des. 

Sieben Vertreter der Uni­ver­sal-Kirche sitzen heute als Abge­ord­nete im Bun­despar­la­ment von Brasil­ia, Dutzende in den Lan­despar­la­menten. Und selb­st Luiz Iná­cio da Sil­va, genan­nt “Lula”, der Alt­marx­ist, war bei sein­er Wahl zum Präsi­den­ten auf die Hil­fe der Par­di­do Lib­er­al angewiesen — auf den poli­tis­chen Arm der brasil­ian­is­chen Pfin­gst­be­we­gung.

Pfar­rer Gandow   Die Pfin­gstler und neo-charis­ma­tis­chen Grup­pen in den USA oder in Deutsch­land sind rechts – zum Teil extrem rechts – ori­en­tiert. 

Diese Grup­pen sind durch soge­nan­nte Leit­er­schaft­str­e­f­fen ver­net­zt. Die geistlichen Leit­er organ­isieren sich durch ver­schiedene Organ­i­sa­tio­nen. Eine ist “Full Gospel Busi­ness­men Fel­low­ship Inter­na­tion­al”. Das ist eins dieser Net­zw­erke, wo diese Kon­tak­te laufen. 

Sie haben Lob­by-Organ­is­tio­nen, wie zum Beispiel den “Arbeit­skreis Christlich­er Pub­lizis­ten”, und hier gibt es dann Kon­tak­te zu Poli­tik­ern über diesen Arbeit­skreis, und die reichen von Otto von Hab­s­burg bis Björn Eng­holm oder Hans Apel, um nur die bekan­ntesten zu nen­nen. Die Gruppe hat auch Zugang zu den Medi­en, ins­beson­dere zum Springer-Ver­lag, zum ZDF, aber auch zur ARD, wo sie’s immer wieder schaf­fen, in die Führungse­ta­gen reinzukom­men. 

Die haben natür­lich auch ’n gewis­sen poli­tis­chen Ein­fluss.

TOS-LOKAL BURSAGASSE, TÜBINGEN/ LEBHAFTE ATMO WÄHREND DER ESSEN-AUSGABE 

Alko­ho­lik­er   … Also so’n Ries­enchrist bin ich nu’ nich … Ick hab mit 14 in Berlin ange­fan­gen  mit Dro­gen … Ick hab erst Dro­gen genom­men und dann getrunk­en … Und jet­zt mach ick beedes … Det is nich so ein­fach … Heute ist mein läp­pis­ch­er achter Tag ohne Alk, aber ick globe nich, daß det lange jut­je­ht … Aber wenig­stens ver­such ick’s mal ’ne zeit­lang ohne Alk … Irgend­wann hört’n Entzug kör­per­lich uff – denn iss’et der Geist da oben, der denn rum­ru­mort ! 

AUF DIE AMTO:  

Erzäh­lerin Diese Szene spielt im deutschen Bible Belt — in den bibel­treuen Süd­staat­en der Repub­lik, nur hun­dert Schritte von Hölder­lins Turm am Neckarufer ent­fer­nt.  

Ein Dutzend Out­sider um einen lan­gen Tisch – Alko­ho­lik­er, Strafge­fan­gene auf Freigang, Junkies auf Entzug. In der Küche hantieren Mitar­beit­er der “Tübinger Offen­sive Stadt­mis­sion”, abgekürzt TOS

Erster TOS-Mitar­beit­er (STARK SCHWÄBISCHER AKZENT)  Wir beten mal kurz, komm … Herr, ich geb Dir die Ehre für alles, was Du uns tust im Leben. Dass Du Dich jedes einzel­nen Schick­sals annimmst, und dass Du Gebete konkret erhörst … Und Du Herzen lenkst von Beamten und Polizis­ten. Du bist ein mächtiger Gott, Herr. Du bist ein gerechter Gott. Ich denke, dass Du ein Gott bist, der Wun­der tut, Herr … Ich dank Dir dafür, Jesus … Amen! 

Alle  Amen! 

Erzäh­lerin  “Die TOS ist Teil der weltweit­en Gemeinde Jesu”, sagt ein Flug­blatt. Der HERR per­sön­lich habe ihr den Mis­sions-auf­trag erteilt. Aktuelles Ziel­ge­bi­et sind die “neuen” deutschen Bun­deslän­der.

Zweit­er TOS-Mitar­beit­er   Ich möchte erst mal Wolf begrüßen — der war über zwei Wochen weg. Der war in Ueck­er­münde  BEIFALL  Meck­len­burg- Vor­pom­mern ist ein Land, das ger­ade sehr große Not hat. Es ist ein Bun­des­land, wo vom Wirtschaftlichen her alles bergab geht … Arbeit­slosigkeit … Und wir haben jet­zt dort ange­fan­gen, einen ähn­lichen Dienst wie hier aufzuricht­en. Ver­suchen dort auch ’ne Gemeinde zu grün­den. — Wolf, komm!

Drit­ter TOS-Mitar­beit­er  Ja, gut … Ich hab grad vorhin dem Franz gesagt: 

Das Alko­hole­in­stiegsalter ist dort bei acht Jahren ! Acht ! Acht Jahre .… Die haben Beziehun­gen, Bettgeschicht­en, ab zehn Jahren aufwärts. Also Halt­losigkeit bis zum Geht­nicht­mehr ! Und da sind wir ein­fach hin, und haben vier Wochen lang ’n Zelt aufgestellt, und haben immer wieder von der Liebe Gottes erzählt. Und sie kom­men! Sie kom­men!

Erzäh­lerin  Eine Bekehrung.

Drit­ter TOS-Mitar­beit­er   Let­zten Fre­itag war für mich wirk­lich ’n krö­nen­des Erleb­nis ! Und zwar war’n Tee­nie da, der sah aus wie Adolf per­sön­lich. Also so das Bärtchen … Ja ! Und er hat gesagt: Ja, er macht sich tiefe Gedanken über Adolf und über die ganzen Aus­län­der hier. Und ich hab dann im Gottes­di­enst sehr klar gepredigt: Leute, Jesus ist der einzige, der Euch Hoff­nung ins Leben bringt. Ich hab ’n Kreuz aufgestellt und hab mich dort hingekni­et und hab gesagt: Wer jet­zt erleben will, dass Jesus sein Leben verän­dert, der soll jet­zt auf­ste­hen, sich neben mich hinknien und sein Leben Jesus geben. 

Und dann kam ’n Zwölfjähriger vor, und dann stand neben mir plöt­zlich dieser Typ mit seinem Schei­t­el. Und sagt zu mir: „Hey, ich will!“ -– über­leg mal: ’n Rechter, der vor nie­man­dem kni­et, der lieber Leute vor sich knien hat und nieder­tritt — kni­et sich neben mich hin und betet das Gebet nach: “Jesus, ich komme zu Dir — ich bin ein Sün­der — ich brauche Erlö­sung — mein Leben ist kaputt — ich bitte Dich, mach Du aus meinem Leben etwas!” 

Ich sage Euch: Da war ein Schweigen in der Masse ! Hin­ter­her sind die ganzen anderen Tee­nies bei denen vor­bei, haben ihnen auf die Schul­ter gek­lopft und gesagt: “Woah ! Das war mutig ! Das war total mutig!”

INTERNET-RADIO-JINGLE DERASSEMBLIES OF GOD(USA)

… With HIM noth­ing is impos­si­ble … You are not alone … GOD gives hope… 

Erzäh­lerin  Mis­sion­are schwär­men um den Globus. Gott, ihr HERR, spricht durch das World Wide Web. Tausende verquick­ter Links und Hyper­links führen früher oder später in die USA, in “God’s Own Coun­try”. 

Der Besuch­er ein­er rührend deutschen Home­page: 

Kindliche Stimme   Ich will diese Seite meinem lieben Vater im Him­mel wid­men…

Erzäh­lerin …lan­det nach weni­gen Klicks bei der ultra­reak­tionären “Amer­i­can Legion” und den “Müt­tern der Sol­dat­en“ – “We wait … We cry … We wor­ry … We pray … We are MILITARY MOMS”. 

Schon zur Zeit des Golfkriegs 1991 drängte sich Star-Evan­ge­list Bil­ly Gra­ham an die Seite von George Bush, dem Älteren. Und zur Amt­se­in­führung von Bush Junior sprach Franklin Gra­ham das Gebet. Chris­ten und Moslems sind für den Predi­ger­sohn aus den Bergen North-Car­oli­nas “ewige Feinde”.

Alle Men­schen­grup­pen auf der Welt sollen Gott den HERRN in Gestalt von Jesus Chris­tus anbeten und ihm gehorchen … So steht’s im Inter­net.

Männliche Stimme … www.uscwm.org … To do this, we need what any gen­er­al needs: 1) infor­ma­tion on the ter­ri­to­ry to be tak­en, 2) ways to mobi­lize the nec­es­sary troops, mate­ri­als and plans for uti­liz­ing all he has to over­come the ene­my…  

Erzäh­lerin (VOICE OVER)  Dafür braucht der Gen­er­al­stab – erstens: Alle Fak­ten über das zu okkupierende Gebi­et. Zweit­ens: Aus­re­ichende Trup­pen, Mate­r­i­al und Schlacht­pläne. 

Haupt-Mis­sion­s­ge­bi­ete sind Lateinameri­ka, Afri­ka und Osteu­ropa. 

EIN GOTTESDIENST DER PFINGSTGEMEINDE CLUJ/ DIE STIMMEN

DER GLÄUBIGEN (RUMÄNISCH)

Erzäh­lerin  Cluj (früher Klausen­burg) in Transsil­vanien. Sieben nagel­neue Tem­pel, jeden Son­ntag prall gefüllt. Rot­wangige Bäuerin­nen, blasse Kle­in­städter in halt­los­er Verzück­ung. Betend, schluchzend. 

Pfar­rer Gandow  Die Grup­pen, die dahin­ter steck­en, sind in der Regel Leute mit amerikanis­chem Geld oder mit schwedis­chem Geld. 

Erzäh­lerin Der Sek­ten­fach­mann.

Pfar­rer Gandow  Die tun natür­lich den Ortho­dox­en Kirchen enor­men Abbruch. Denn die Leute sind ja in den Jahren des Kom­mu­nis­mus völ­lig ahnungs­los aufgewach­sen. Und irgend­wie wis­sen sie vielle­icht: Christlich is’ ja janz jut. Und bevor sie sich sel­ber bekrabbeln kön­nen, wird denen so was übergestülpt.

VERSAMMLUNGSRAUM IN  DRESDEN

Pas­tor Wolff   Amen  … OK … Wer von Euch erin­nert sich an eine Mareike, für die wir mal gebetet haben? Der es ziem­lich schlecht ging? Die im Koma lag? Wollt Ihr wis­sen, wie’s Ihr geht ?  RUFE DER ZUSTIMMUNG  Okay … Mareike, darf ich Dich mal bit­ten – das ist sie näm­lich. BEIFALL / JUBEL / MAREIKE DEUTLICH GEHBEHINDERT  Sie schafft es! Sie schafft es! Noch ein Schritt mit der Hil­fe des Her­rn ! Cool !

Mareike    Soll ich erzähl’n? Das war in Leipzig gewe­sen, da war ich auf dem Weg zur Uni mit’m Fahrrad … Und ’n  Lkw ist rechts abge­bo­gen, hat mich nicht gese­hen und ist dann über meinen Bauch gerollt … Ich hab immer gewusst, dass Gott da ist … man muss sich ja irgend­wo fes­thal­ten…

JUBEL UND BEIFALL

Pas­tor Wolff  Okay, Mareike … Wir wollen Dich nicht länger stra­pazieren. 

Aber wir wollen noch eins tun und für Dich beten. Ist das Okay?

LEISE MUSIK / Pas­tor Wolff   Wir danken Dir, dass Du einge­grif­f­en hast, Herr — durch Ärzte, durch Fre­unde und über­natür­lich! 

Mitar­bei­t­erin  Wir beten Vater, dass Du deine Hände mit der heilen­den Kraft auf sie legst und Stück für Stück weit­er gehst. Dass sie ein Stück Dein­er Her­rlichkeit, Dein­er Kraft und Dein­er Liebe zu ihr ganz per­sön­lich auch durch kleine und große Wun­der weit­er­hin erleben darf, Vater. Dass Du sie dadurch näher an dein Herz ziehst, Jesu. Ich bete, dass Du ihre Seele bewahrst in Dir, Jesus…

Mitar­bei­t­erin  2   Gott, ich bin total berührt von Dein­er Liebe zu Mareike. Ich danke Dir, dass Dein Heiliger Geist mächtig wirkt in ihrem Leben — Herr ! Und dass sie jeden Tag und jeden Schritt, den sie geht, Deine Liebe merkt. Und dass Du an ihrer Seite bist, Herr!

Pas­tor Wolff   Mareike, Gott sagt Dir, der Feind hat ver­sucht, Dein Leben zu zer­stören. Aber ich, der Herr, habe Dich bewahrt, weil ich will, dass Du leb­st und meine Werke verkün­d­est. Ich habe Dich von Anfang an geliebt. Ich kenne Dich bei deinem Namen und ich habe Dich zu mir gezo­gen aus lauter Güte, sagt Gott. Du bist meine Tochter, die ich liebe und an der ich mein Wohlge­fall­en habe. Nach der sich mein Herz sehnt, über die ich begeis­tert bin, wenn ich sie sehe. Und Dein Leben soll ein Zeug­nis dafür sein, dass es einen lebendi­gen Gott gibt. Amen ! Wir freuen uns, dass Du hier bist! Gott seg­ne Dich !   BEIFALL / JUBELRUFE

Erzäh­lerin Gott heilt auch in Tübin­gen.

Erster TOS-Pas­tor  Im  Neuen Tes­ta­ment ist das nor­mal – es wird auch so bezeugt, dass Jesus Kranke geheilt hat. Und wir glauben, dass er heute – weil er der­selbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit — dass er heute die Dinge tut! 

Zweit­er TOS-Pas­tor  Wir haben inzwis­chen auch Zeug­nisse, wo es wirk­lich Rönt­ge­nauf­nah­men gibt vorher/nachher. Das kön­nen selb­st die Ärzte nicht mehr erk­lären. Also, ich hab mir mal ins Bein geschossen. Ich war damals dro­gen­ab­hängig. Aber da ist ’ne Kugel gewe­sen hin­ten am Muskel. Und es gibt zwei Rönt­ge­nauf­nah­men – eine, wo die Kugel da ist und eine, wo die Kugel nicht mehr da ist. Und die wurde nicht raus operiert… Das ist jet­zt ’ne Kleinigkeit… 

DIE TAUBE”, HEIDELBERG / SUMMCHOR

Pier­rot Fey   …emp­fang es… dass durch die Güte Gottes die Heilungskraft da ist… dass sie so stark da ist, dass Deine Müdigkeit zer­brochen wird, dass Deine Blutwerte berührt wer­den … dass, wenn jemand Nack­en­schmerzen hat – leg’ Deine Hand drauf — dass die wegge­hen jet­zt … Die Nack­en­schmerzen sollen wegge­hen , weil Du im Fluss der Güte Gottes bist… weil Gott gut ist. Ich möchte, dass im Fluss heute Abend hier Heilung geschieht … Für eine Frau, die Unter­leib­sprob­leme hat, Schmerzen hat -– leg’ Deine Hand drauf, es geht weg jet­zt … Gott möchte den Schmerz  jet­zt weg­nehmen in sein­er Güte … In der Güte Gottes gibt es keinen Schmerz … Dass er wegge­ht, wegge­ht von Dir, ganz wegge­ht … Gott berührt auch jeman­den, der Zahn­schmerzen hat heute Abend … Du hast Entzün­dun­gen an deinen Zähnen…Gott möchte sie jet­zt berühren… Tauche tief hinein, tief, ganz tief … Werde wie ein Kind, ein ganz kleines Kind … Mhm­mm … Komm’ ein­fach here­in, so wie Du bist … Komm’ ein­fach hinein … Mhm­mm … Emp­fange es! … Tauche mich…

GEMEINDE SINGT  … tief hinein, tief hinein / Tauche mich tief hinein / 

Ich will von Deinem Geist / Ganz umgeben sein…

AUF DIE KULISSE:

Pier­rot Fey  Ich war ein Geschäfts­mann. Ich hab’ das sehr gern gemacht. Aber ich hab’ so total den Ruf bekom­men von Gott, ich soll mit meinen Geschäften aufhören und soll ihm vol­lzeit­ig dienen, dass ich anfan­gen soll zu predi­gen, Kranke zu heilen und diese Sachen zu machen. Es sind schon zwölf Jahre her. Und jeden Son­ntag kom­men Leute, und die wer­den kör­per­lich geheilt. Auch heute Abend! 

Zeu­g­in 1 (TROCKENMan kann es nicht glauben — aber die glauben ! Da putscht ja ein­er auch den anderen ! Also ich habe das erlebt. Ich bin dage­sessen, da war neben mir eine Frau, die hat wahnsin­nig reagiert. Die war immer “Hah !” und “Ühhh !” …“Ach !“ Die kriegte richtig Zuck­un­gen ! Ja – und das steckt an! Sie kom­men ja auch in Zugzwang irgend­wo ! Sie denken: “Men­sch – warum hat die diese Erleb­nisse und ich nicht !” Und dann zweifeln sie an sich sel­ber ! “Warum spüre ich das jet­zt nicht ??”

Alles um mich herum erzählte, wie toll das war und was für Erleb­nisse sie hat­ten – Blitze und Far­ben gese­hen und alles. Und ich stand daneben wie so’n Häufchen Elend, weil ich nichts gese­hen hat­te. Und dann hab ich auch erzählt, dass ich etwas gese­hen habe. Es ist nor­mal, ver­ste­hen Sie! Sie wollen ja dazu gehören! 

DIE TAUBE” 

Pier­rot Fey  Sie ist so stark diese prophetis­che Sal­bung … Man fühlt sich so leicht … Du hast so lange auf  Erden gelebt und hast vielle­icht nicht mehr diesen Wind gespürt … Heute  Abend ist er hier … Aahh … Deine Schuhe sind über­flüs­sig … Sie stören … Zieh sie doch aus … Mach dich ganz frei … Hier darf­st Du in der Kirche ohne Schuhe sein … Aahh … Ist gut ! … Emp­fange ! … Amen ! … Mmhh…

Der Heilige Geist arbeit­et wie wellen­weise über die ganze Erde. Und was so schön zu sehen ist: dass gle­ichzeit­ig auf der ganzen Erde die sel­ben Sachen geschehen ! In Toron­to hat vor zehn Jahren beispiel­sweise ein Phänomen ange­fan­gen, das sehr stark war: Wenn die Leute in den Geist gefall­en sind, fin­gen die an zu lachen. Und weltweit hat man das gese­hen in Tausenden charis­ma­tis­chen Gemein­den, wo Leute manch­mal stun­den­lang betrunk­en waren und haben gelacht und gelacht … Seit zwei drei Jahren hat es so eine neue Welle: Gold­pail­let­ten fall­en während dem Gottes­di­enst … Und diese Goldzähne … Ich kann Dir einen zeigen…

 (ZEIGT SEINEN GOLDZAHN)

Reporter  Ja! Und der war plöt­zlich da?

Pier­rot Fey  Ja! Und zwei andere hin­ten! 

Frau  Das ist Gold! Gold!  Sieben Stück! Da — da — und da!

Reporter  Ich kann’s sehen – ja, auf bei­den Seit­en! 

Frau  Ich habe dann den Pas­tor am Ende vom Gottes­di­enst aufge­hal­ten und ihm gesagt: Ich hab Goldzähne im Mund. Und er hat gesagt: Ja, ich hab die Bestä­ti­gung vom Geist Gottes, es stimmt. Und er hat mich dann nach vorne geholt und hat mit der Taschen­lampe reingeguckt – also das war ein­deutig Gold.  

Und ich hat­te nie Goldzähne — meine Tante glaubt mir das bis heute noch, weil die genau weiß, dass wir kein Geld haben. Mein Mann hätte das nie bezahlt.

Ältere Frau (SEHR BESTIMMT) Gott lebt ja in uns. Wir sind wiederge­borene Chris­ten, Jesus lebt in uns ! Die Her­rlichkeit Gottes ist in uns. Und die Her­rlichkeit gibt uns diese Geschenke, dass das Gold richtig aus unseren Hän­den oder das Öl aus unseren Fin­gern und Hän­den fließt! 

Ältere Frau  Reine Gnade – reine Gnade!

Junge Frau  Ein Aben­teuer! Das let­zte Aben­teuer, was man noch erleben kann! Nicht wie Sci­ence-Fic­tion im Kino, son­dern ganz real. Direkt, eins zu eins! Das ist ein­fach phan­tastisch! 

KULISSE HOCH / VEREINZELTE SEUFZER UND AUSRUFE

Zeu­g­in 3  Ganz am Anfang hat mir meine Tochter erzählt, sie hätte echt­es Gold  in den Hän­den gehabt, im Gottes­di­enst. Dann haben sie sich insoweit kor­rigiert — dann war’s auf ein­mal der Hand­schweiß, der in der Sonne wie Gold glänzt… 

Erzäh­lerin  Eine besorgte Mut­ter aus Hei­del­berg. Sie möchte an der Stimme nicht erkan­nt wer­den. 

Zeu­g­in 3  Ganz grotesk wurde es, als meine Tochter behauptet hat, die Erde sei erst 6000 Jahre alt. Die wollte nur noch Gott dienen und Mis­sion­ar­in wer­den – da haben wir ja auch Unter­la­gen drüber, dass sie solche Aufträge bekom­men hat.  

Sie hat ihren Fre­un­deskreis aufgegeben. Sie hat ihre halbe Ein­rich­tung wegge­wor­fen. Hat sich geweigert, nor­male Büch­er zu lesen. Hat ihre Berufsvor­bere­itun­gen ver­nichtet. Hat nur noch Tag und Nacht religiöse Kas­set­ten gehört, gefastet. Sich damit in Lebens­ge­fahr gebracht. Sie ist durch halb Deutsch­land gefahren, in immer neue Grup­pen, wo so Massen­predigten sind. 

Sie kam aus Frank­furt aus ein­er Massen­ver­anstal­tung, wieder von so  einem amerikanis­chen Predi­ger, zurück mit einem Fre­und. Und die bei­den wirk­ten, wie wenn sie Dro­gen genom­men hät­ten. Und dann hab ich den Notarzt gerufen. Und dann ist sie frei­willig mit in eine Klinik gegan­gen, eine psy­chi­a­trische Klinik. 

Zeu­g­in 2   Mein Sohn war zir­ka 15, 16 Jahre alt – net ganz pflegele­icht — und dann hat ihn mal beim Tram­p­en ein Mit­glied von der TOS mitgenom­men und ihn ein­ge­laden. 

Erzäh­lerin  Der Sohn hat die Gruppe ver­lassen. Doch die Mut­ter traut dem Frieden nicht. Auch ihre Stimme haben wir verän­dert.

Zeu­g­in  Und wir haben uns auch mit dem jun­gen Mann unter­hal­ten, und dacht­en: Ha, jet­zt müssen wir doch mal schauen, wo der gelandet ist. Und sind dann hin — die Atmo­sphäre war sehr fre­undlich dort in der Kirche.

Wir haben bloß gese­hen, dass hie und da jemand plöt­zlich ohne Grund umge­fall­en ischt. Dem hat’s aber nix getan … Also ein­mal – ne junge Frau, die ischt auf’s Gesicht, mit­samt der Brille auf den harten Boden … Das hat nix aus­gemacht. Was ischt des jet­zt ? Für uns war ’s ein Phänomen, was ist das jet­zt?

SPRACHENGEBET (“ZUNGENREDENWÄHREND EINERERWECKUNGS-KONFERENZIN STUTTGART) … Hal­lelu­jah … deshi­da bal­a­bala dabala dabala dab Danke, Heiliger Geist … dabala dabalabal­a­bala dabala dabala…

Zeu­g­in 2 (DARAUFEr hat plöt­zlich mit ‘m soge­nan­nten Sprachenge­bet ange­fan­gen.

Zeu­g­in 1   Das ist der Heilige Geist oder wer auch immer, der dann durch sie spricht… 

 SPRACHENGEBET  … Hal­lelu­jah … Mosoba­da deshi­da bal­a­bala dabala dabala dabala da schi da… Hal­lelu­ja… 

ZUNGENREDEN HOCH UND WEG

Zeu­g­in 2  Nach dem Gottes­di­enst fühlt man sich, wie wenn man mit der Waschmas­chine durchge­spült wor­den isch ! Man braucht Stun­den, um da wieder ’n klaren Kopf zu bekom­men. Immer Action, immer was los! 

Zeu­g­in 1  Sie sind ja völ­lig eupho­risch. Sie schweben ja nur noch. Sie grin­sen blöd, sie meinen wun­der-wer-sie-sind. Sie gehören zur Elite… Und dann ste­hen sie da. Und dann hält das so zwei, drei Tage an. Und dann muss das näch­ste kom­men. Nicht!  Ja keine Pausen dazwis­chen! 

Zeu­g­in 2  Der Sohn kam nur alle paar Monate mal heim. Und da durft’ man viele The­men über­haupt nicht ansprechen. Alles, was ver­gan­gen ist – vor der TOS – war qua­si unwert. Für ihn waren wir kom­plett der Feind per­sön­lich. 

FRAUENSTIMME AM TELEFON, STARK SCHWÄBISCH GEFÄRBT  

… Die hockt eines Tags in der Gosse … Nix is, Rat­te hat’s … Und der hat seine Kohle, und sie sitzt nach­her blank …Die g’höre alle eig’sperrt … Die ganz’ Bagage … Alles geht kaputt, die Fam­i­lie isch kaputt, des Kind … In Wirk­lichkeit isch das alles nur Lug und Trug von A bis Z … Kuck­et se … Hei­dernei … Ja, ich krieg heut noch Mate­r­i­al, und das tu ich dann faxe…  Ja, ja … Gut … Da melde Sie sich noch mal … Ja, Tschüßle … Wieder­hören…

LEGT AUF  So schwätz ich Deutsch mit meine Leut!

Erzäh­lerin  Die Frau am Tele­fon heißt Wen­zel­burg­er-Mack. Seit Jahren kämpft sie gegen “geistliche Ver­führung” und Gewalt in soge­nan­nten Freikirchen. An der Wand hängt das Bun­desver­di­en­stkreuz. 

Wen­zel­burg­er-Mack  In dem Moment, wo Du nicht bei dieser Gruppe bist, bist Du qua­si des Satans. Also Du fährst zur Hölle. Wenn mir das ein­er ein­impft und immer wieder ein­impft – es kön­nt’ doch was Wahres dran sein – gell!

Zeu­g­in 1  Es geht immer um Geld und Macht. Es ist doch schön, wenn man Macht hat über andere Men­schen. 

Zeu­g­in 2   Klar ist, dass man seinen Zehn­ten entrichtet.

Zeu­g­in 1   Das ist 10 Prozent vom Gehalt.

Zeu­g­in 2   Die erben auch manch­es.. Also, wenn ’n Erbe ist — da gibt man ja vom Erbe auch den Zehn­ten! Die haben wirk­lich ein Tal­ent!

Pas­tor der TOS   Das Wort Gottes spricht ja ein­deutig von diesem Prinzip Saat und Ernte. Und da wo ich säe, ernte ich. Das macht jed­er Bauer. Und wir machen in der Tat auch phänom­e­nale Erfahrun­gen damit. 

Pfar­rer Schaller   Da sind auch Uni­ver­sität­spro­fes­soren, eigen­ständi­ge Geschäft­sleute darunter, die ein­fach – wie sie sagen – von der lauen Art der Kirchen abgestoßen sind, die ein­fach mal Erfahrun­gen wollen, die pow­er wollen, die das vielle­icht grad brauchen. Und da läp­pert sich schon einiges zusam­men, wenn man den Zehn­ten nimmt. 

Erzäh­lerin  Ein Pfar­rer der Amt­skirche in Tübin­gen

Pfar­rer Schaller  Allerd­ings – es ist alle­mal unter­halb der Strafrechts­gren­ze. 

Zeu­g­in 1  Gerichtlich kön­nen sie gar nix mehr machen ! Was ich immer höre, ist: “Ja, das ist doch ein erwach­sen­er Men­sch, der geht doch frei­willig da hin!” 

TOS-Pas­tor   Wenn jemand anfängt, in der Gemeinde sein Leben aufzuräu­men, dann fra­gen wir als erstes: Was ist mit Deinen Eltern? Bring die Beziehung mit Deinen Eltern in Ord­nung! 

Erzäh­lerin … behauptet die TOS.

TOS-Pas­tor  Wir schick­en sie zurück zu den Eltern! Klär’ Deine Beziehung — Hey, wo bist Du aus­ge­büxt? Dann klär’ das! Bring’ das in Ord­nung! Hey, da musst Du noch was in Ord­nung brin­gen! 

Zeu­g­in 2  Mein Sohn war ja ins­ge­samt sieben Jahre da. Und eines Tages ruft er an und sagt: Dann holt mich ! Und dann haben wir ihn geholt. Er war in ’nem Zus­tand wie in ’ner Psy­chose. Nicht mehr zu steuern und zu kalkulieren. 

Er hat­te ’n Riesen­mess­er neben sich liegen gehabt – ’n Mess­er ! Weil er sich so bedro­ht fühlte – von den Geis­tern, die mit ihm da Einzug gehal­ten haben. 

Und nicht ein­mal hat jemand angerufen oder so. Weil die wussten, in welch­er Ver­fas­sung er war. 

Zeu­g­in 1  Die Leute fühlen sich alle im Stich gelassen von der Poli­tik, sie sind alle verzweifelt. Warum tut der Geset­zge­ber nichts? 

Pfar­rer Schaller  Wir sind ein weltan­schaulich neu­traler Staat. Und so lang das strafrechtlich nicht ver­fol­gt wird, kann und soll der Staat auch nichts machen. Wenn’s natür­lich an die See­len der einzel­nen Men­schen geht — ich weiß nicht, wie man die strafrechtlich schützen kann. Bei uns darf auch jed­er rauchen, und die All­ge­mein­heit zahlt seinen Lun­genkrebs. 

GOTTESDIENST IN TÜBINGEN, EISENBAHNSTRASSE  /  DARAUF:

Erzäh­lerin  Hin­ter dem Güterbahnhof:die Bethalle und das Haup­tquarti­er der TOS. Zu den bei­den „Erweckungs–Gottesdiensten“ am Woch­enende sind drei- bis vier­hun­dert Gläu­bige ver­sam­melt. Wie die meis­ten Freikirchen, ist auch diese streng hier­ar­chisch organ­isiert. An der Spitze Job­st Bit­tner, unange­focht­en­er Chef der Gemeinde. Darunter der „Leitungs- und Ältestenkreis“, noch weit­er unten ein 30köpfiges Team von „Ver­ant­wortlichen“ . Sieben „Dis­trik­tleit­er“ betreuen soge­nan­nte „Zell­grup­pen“.

Der Predi­ger schre­it­et – fed­ernd wie Michael Jack­son – das Podi­um ab. Ein Mann um die 40. Offenes Sporthemd, irdis­ch­er Blick. Ganz und gar undä­monisch .

STIMME DES PREDIGERS IM HINTERGRUND

Kein Zweifel: Der hat Charis­ma. Die Gemeinde klebt an seinen Lip­pen — Frauen, Män­ner, Kinder. Er sagt “Du” und “Ihr” und “Hey !” Seine Predigt ist ein Wech­sel­bad – kleine Witze, Lob und Tadel, Trost … Die ganze Skala der Empfind­un­gen.

Pfar­rer Schaller  Der glaubt das, was er sagt ! Vielle­icht hat er manch­mal noch’n paar nüchterne Momente, irgend­wann mal daheim im stillen Käm­mer­lein. Aber anson­sten wird er von Erwartun­gen erpresst; hat sel­ber großar­tige Erwartun­gen; stellt was dar und jubelt sich hoch, dass er wirk­lich sich dann wie das Sprachrohr Gottes vorkommt. Der ste­ht sel­ber unter Erfol­gs­druck ! Das Kreuz Jesu Christi ist mir aber ein Zeichen zunächst ein­mal für einen Mis­ser­folg…

GEMEINDEGESANG HOCH (Jesu, wir erheben Dich / Unser König bist Du)  BLENDE IN AUSSEN-ATMO HINTER DER BETHALLE 

TOS-Anhän­gerin, fröh­liche Stimme … Meine ganze Tübinger Zeit – da bin ich eher von Gott weggekom­men. Bei mir war plöt­zlich so was von 68er Geist eingekehrt. Ich wollte alles ken­nen­ler­nen, was es so gibt. Und da war ich in Tübin­gen genau richtig, da gab’s alles. Und da dacht ich: Boa – toll! 

Erzäh­lerin  Nach dem Erweck­ungs-Gottes­di­enst. Eine Gläu­bige erzählt ihr Leben. Und ein TOS-Funk­tionär hört schein­bar unbeteiligt zu. 

TOS-Anhän­gerin Aber neben­bei kam raus: Meine Beziehung ist kaputt, ich kam mit meinem Part­ner nicht mehr klar. Ich hat­te ’n wun­der­schönes Kind — aber ’s ging nicht mehr. Mach’ ich mein Studi­um fer­tig ? Übernehm’ ich die Gast­stätte mein­er Eltern ? Da war auf ein­mal ein Ries­en­chaos. In meinem Kopf war Ver­wirrung. 

Erzäh­lerin  Der Funk­tionär ist mit dem State­ment zufrieden. Sein Blick sig­nal­isiert Zus­tim­mung. Die Geschichte der jun­gen Frau enthält alle wirkungsvollen Zutat­en: Wilde Jugend, Jam­mer­tal, Bekehrung, Heimkehr. Ein Bilder­buch­beken­nt­nis.

TOS-Anhän­gerin  Ich hab geheult. Und in der Nacht bin ich wach gewor­den, und Gott hat zu mir gesagt: “Ich hab Dich bei Deinem Namen gerufen, Du gehörst zu mir!“

AUSSEN-ATMO WEG

Erster TOS-Pas­tor   Wenn man das Über­natür­liche aus der Bibel stre­icht, dann kommt – glaub’ ich – nicht mehr viel ‘bei raus ! 

Zweit­er TOS-Pas­tor   Ich bin ein­er, der aus der Hip­pie-Bewe­gung kommt und zu den Jesus Freaks auch so ’n biss­chen gehört hat. Und ich bin über­natür­lich … in mir hat was gezo­gen, und ich hab plöt­zlich die Bibel genom­men und wusste, ich muss das lesen! Das iss­es! 

Pfar­rer Schaller  In allen diesen Grup­pen, hab’ ich beobachtet, gibt es nur eine bes­timmte Art, Bibel zu lesen. Wie ein Stein­bruch nimmt man … Haut genau das raus, was man braucht. Und den Stein wirft man dann. Sie wird wed­er zärtlich noch behut­sam noch im Zusam­men­hang behan­delt noch abwartend noch — wie Luther das mal gesagt hat -, dass man das ein­fach wiederkäuend mit sich ins Bett nimmt und wirken lässt. Son­dern da ist das Wort, das Felsen zer­schmeißt — und zwar dieses Wort, das man aus dem Zusam­men­hang reißt wie’s einem ger­ade in sein eigenes Macht­ge­füge passt. Und das halt ich für einen geist­losen Umgang mit der Schrift. 

Der Name “Kirche” ist ja nicht paten­trechtlich geschützt, es kann damit jed­er hausieren gehen. Das ist das Elend.

Pfar­rer Gandow  Sie lehnen die Amt­skirche ab, benutzen aber Amt­sti­tel. “Pas­tor” ist nicht irgend eine Phan­tasiebeze­ich­nung wie “Tam­bour­ma­jor” oder so, son­dern das ist eine Amts­beze­ich­nung, die nach 132 StGB geschützt ist. 

Ich habe neulich mal Leute angezeigt wegen dieses Titelmiss­brauchs – es war der  Vere­in in Berlin der sich “Gebrauch­skirche e.V.” nan­nte. Und die haben dann ihre Verklei­dung abgegeben und haben erk­lärt, dass sie auf die Titelführung verzicht­en und sind dann gegen eine Buße laufen gelassen wor­den.

Zeu­g­in 1  Mit diesem Mis­sion­ierungswahn grün­den sie ständig irgend­wo Kreise. Also hier rings um Hei­del­berg gibt es unzäh­lige solch­er Grup­pen. Dann instal­lieren sie in Hochschulen und Schulen Bibelkreise und Grup­pen und unter­wan­dern Insti­tu­tio­nen. Ich weiß es von Kranken­häusern, wo plöt­zlich auf Sta­tio­nen die Sozialar­beit­er oder Pfleger solche Dinge ver­bre­it­en und den Patien­ten über-stülpen. Das hat schon Meth­ode. 

INGOLF ELLSSEL VOR FUNKTIONSTRÄGERN DESBFP” — BERLIN

Ingolf Ellßel  … Wir wer­den unsere Haupt­stadt besuchen – aber nicht als Touris­ten, son­dern als Kämpfer des Glaubens ! Wir wollen sie besuchen und den Namen Jesu Christi auf die Straße brin­gen. 

Erzäh­lerin  Ingolf Ellßel, Präs­es im Bund Freikirch­lich­er Pfin­gst­ge­mein­den, ruft zu einem from­men Auf­marsch nach Berlin. Sechs- bis sieben­hun­dert­tausend deutsche Chris­ten lebenihren Glauben charis­ma­tisch aus, darunter auch 12 000 Katho­liken. 

Ingolf Ellßel   Ich möchte mit Euch ‘rein in die Ver­heißung, dass unser Herr unser deutsches Volk liebt hat !   JUBEL, BEIFALL  Men­sch – der Paulus ist allein los­ge­zo­gen mit einem kleinen Team und hat die ganze Gegend da erschüt­tert ! Ich bitte Euch – hier sitzt doch ein ganz anderes Poten­tial ! Wenn wir das zusam­men tun in Europa  kön­nen wir doch  auf­ste­hen … Und wir wer­den sehen, dass wir die Fernsehkon­take hochfahren! Wir wer­den der Bildzeitung schon ’ne Sto­ry geben im Vor­feld  BEGEISTERUNG  Betet mal für viele Kam­eras von den Pri­vat­en und Öffentlichen! Wir wollen in die Kam­era hinein Worte der Prophetie geben!  

Denn, unser Volk ist sündig, und unser Volk ist krank! 

Ana Mén­dez (AUF MUSIK / ENGLISCH MIT DEUTSCHER ÜBERSETZUNG): 

… Durch den Heili­gen Geist hören wir die Worte … die Größe Gottes … Und wir hören auchDas ist die Stunde der Befreiung für Deutsch­land … Und wenn ich diese Worte ausspreche: Die Stunde der Befreiung für Deutsch­land … dann kann ich die Sal­bung spüren, die Sal­bung für die Befreiung ein­er ganzen Nation … Öffne Deinen Geist… öffne Deinen Geist ! …

Erzäh­lerin  Tübin­gen. Ein­Galaabend mit der Mexikaner­in Ana Mén­dez (48), die jet­zt in den USA lebt, Star der charis­ma­tis­chen Bewe­gung. 

Ana Mén­dez  … Das ist eine Stunde der Befreiung  (EMPHATISCH) … Ich hab gesagt: Das ist eine Stunde der Befreiung … Hal­lelu­ja !  BEIFALL UND RUFE  Hal­lelu­ja !! 

Erzäh­lerin  Sie heilt Kranke wie am Fließband; spricht in frem­den Sprachen, die sie nie gel­ernt hat. Sie vertreibt Dämo­nen und weckt Tote wieder auf. Nach Gebets­feldzü­gen unter ihrer Leitung brechen Buschbrände und Wirbel­stürme aus, und die Erde bebt. 

Pas­tor Gandow  Die sagen: Deutsch­land ist eine Nation, die von Gott geschaf­fen wor­den ist mit beson­deren Führereigen­schaften. Bis jet­zt wur­den diese Führereigen­schaften immer zum Neg­a­tiv­en gebraucht, aber jet­zt soll’s zum Pos­i­tiv­en gebraucht wer­den … “Am deutschen Wesen soll die Welt gene­sen“!

Da gibt es Prophezeiun­gen wie zum Beispiel von Emmy Park­er in ‚Bild für Deutsch­land’, wo dann immer diese beson­dere Rolle von Deutsch­land betont wird. Die stellen sich vor, Gott hat zwar the­o­retisch alles unter Kon­trolle. Und Jesus hat den Teufel besiegt. Aber der Teufel beziehungsweise sein Fußvolk weiß das noch nicht. Und jet­zt sind über­all noch Dämo­nen – so wie Wehrwölfe – in den Nestern. So Wider­stand­skämpfer. Und da muss man jet­zt hinge­hen und den Sieg Jesu über den Teufel proklamieren. Und dann glauben sie, dass es über den Län­dern und Regio­nen Dämo­nen gibt, die über die Län­der herrschen. Und diese Dämo­nen müssen ver­trieben wer­den.

KULISSE HOCH  Ana Mén­dez: … Das Feuer ist hier … Das Feuer ruft Dich … Das Feuer ruft ! … Schau auf das Feuer … Und wenn Du spürst, dass sich etwas in der Dir bewegt … Lass dich berühren, lass dich verän­dern.… Renn’ hier nach vorne! … Scharabab­babarasa … Hokom­ma­m­asch­ab­hasee … (SINGT) Das Feuer ist hier … Hor­rokomm-mama­rasheek … An dieser Bühne ist etwas, das nicht mehr men­schlich ist … Lass dich berühren! … Laß dich verän­dern! … Das ist kein Men­schen­wer! … Das ist ein Werk des Heili­gen Geistes! … Das ist ein apos­tolis­ches Feuer … für Deutsch­land… 

LANGSAME AUSBLENDE und ABSAGE


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