Ernst Schnabel

Ein Mann im Wett­lauf mit der Zeit

MDR 2003 – Dau­er 53:50 – Spre­cher: Hanns Zisch­ler und der Autor


PRESSETEXT:

Er war See­mann, Schrift­stel­ler, För­de­rer der jun­gen deut­schen Nach­kriegs­li­te­ra­tur und Rund­funk­in­ten­dant. Sei­ne Lei­den­schaft war das Radio. Beson­ders in der Jugend­zeit des Fea­tures nach dem Zwei­ten Welt­krieg galt Ernst Schna­bel, der Mann mit der ein­dring­li­chen, immer etwas hei­se­ren Stim­me, als Deutsch­lands gro­ßer Welterzähler. 

Doch in jenem beschleu­nig­ten 20. Jahr­hun­dert befand sich der gebil­de­te Kos­mo­po­lit, die­ser letz­te Rei­sen­de (der im Geist Joseph Con­rads nicht nur schrieb, son­dern auch leb­te) stets auch im Wett­lauf mit der Zeit — gegen die immer kür­ze­ren Ver­falls­da­ten kul­tu­rel­ler Wer­te und kol­lek­ti­ver Erin­ne­run­gen mutig ankämp­fend, oft genug als lonely wolf. 

Am 26. Sep­tem­ber 2003 wäre Ernst Schna­bel 90 Jah­re alt gewor­den. Er starb im Janu­ar 1986. Aus den Erin­ne­run­gen eini­ger Weg­be­glei­ter und mit Bei­spie­len aus dem umfang­rei­chen Werk ver­sucht der Autor Hel­mut Kopetz­ky den bewun­der­ten Berufs­kol­le­gen eine Fea­ture­stun­de lang wie­der leben­dig zu machen.