Die Grenzgänger

Log­buch ein­er Notret­tungssta­tion.

Sender Freies Berlin mit ORB und HR (2001).

GEKÜRZTE MANUSKRIPTFASSUNG


Sprech­er  Er fragte: Kannst Du Blut sehen ? Men­schen­blut ! Kein Ketchup wie im Fernse­hen. 

Na dann !

IM NOTARTZWAGEN / SCHNELLE FAHRT AUF DER LANDSTRASSE / SONDERSIGNAL / FUNKSPRECHVERKEHR

Sprech­er  Son­ntag, 15 Uhr. Mit 160 auf der Land­straße, die in die Berge führt. Sonne, Straße trock­en. 28 Grad.

Lange Autoschlangen. Cabrios mit offen­em Verdeck. Motor­rad­fahrer – einzeln und in dicht­en Pulks. Schreck­en auf und ruck­en an den Straßen­rand.

Kön­nte auch ein Film sein.

MARTINSHORN / FUNKSPRECHVERKEHR

ANKUNFT AM UNFALLORT / GERÄUSCH DER NOTBEATMUNG 

Stim­men  Er kriegt keine Luft … Machen Sie mal die Augen auf…  

Du kriegst jet­zt geholfen … Wir helfen Dir jet­zt!

Sprech­er Da liegt er auf der Fahrbahn. Leb­los. In ein­er Lache Ben­zin. 

Stark­er junger Mann, schwarzes Led­er, Totenkop­fabze­ichen. 

Das eine Bein grotesk im recht­en Winkel abgeknickt. Daneben, was von dem Motor­rad – ein­er 600er Ducati “Mon­ster” – übrig blieb. 

Da ist auch eine Menge Blut. 

Mann (ZWEITES UNFALLOPFER)  Bin ich mit dem z’sammegefahre? 

Sprech­er  Der andere. Ein alter Mann, blu­tend und ver­stört, in den Trüm­mern seines VW Polo. Wollte abbiegen, nach links. Hat die Mas­chine überse­hen. Die kam wie ein Geschoss.

Jet­zt wird das teuere schwarze Led­erzeug hastig aufgeschnit­ten. 

Män­ner von der Feuer­wehr span­nen Deck­en gegen Gaffer.

Stim­men  Hebt an … O. k !

ABSCHLEPPWAGEN / KULISSE WEG 

Sprech­er  “Kannst Du Blut sehen ?” hat­te er gefragt.Men­schen­blut ?” Mein Nach­bar Joachim ist Notarzt durch-und-durch. Neun Jahre Klinikum. 

Dr. Joachim Eit­el  Daß ich über­haupt Medi­zin studiert hab, liegt an der Not­fallmedi­zin. Als Zivil­dien­stleis­ten­der war ich San­itäter beim Roten Kreuz in Ulm, mein­er Heimat­stadt. 

Das seh ich noch wie heute vor mir — bei einem Notarztein­satz: Da ist ein kleines Kind vom Auto ange­fahren wor­den. Und da stand ’ne Traube von Leuten um das Kind rum, und die haben getan was sie kon­nten für das Kind. Haben das Kind auf ’ne Decke gelegt. Das Kind hat noch sel­ber geat­met, hat­te so ’ne schwere Impres­sions-Frak­tur am Schädel, so ’ne Beule an der Seite…

Was mich halt so beein­druckt hat: daß der Notarzt, auch Anäs­the­sist, über 

die Fähigkeit ver­fügt, jet­zt für das Kind das Richtige zu tun. Damit das Kind                                  ’ne Chance hat. Das war ein bleiben­des Erleb­nis für mich. 

Sprech­er  Er hat­te mich auf die Idee gebracht: Eine Woche Notarzt­wa­gen –  als Beobachter. Als viert­er Mann mit ständig wech­sel­nden Kol­le­gen und Kol­legin­nen. 

Hier fahren nur Narkoseärzte auf dem NAW, dem Notarzt­wa­gen – ein­mal, auch zweimal pro Woche. An den anderen Tagen sind sie “auf Sta­tion”. Das Rote Kreuz betreibt das Ret­tungszen­trum auf der Nord­seite des Klinikums. Der ADAC stellt den Hub­schrauber und die Piloten. Das Klinikum stellt die Ärzte. 

RETTUNGSSTATION

Stim­men  … Hal­lo … Wo liegt er denn da ? … Wir sind gle­ich da ! … Hier ist die Leit­funkstelle Ful­da mit Ret­tungs­di­enst-Ein­satz für Rotkreuz Ful­da 9183 … Brauchen den Unfallchirur­gen im Schock­raum, Ober­schenkel und Tho­rax … Was hat das Kind für Ver­let­zun­gen? Kön­nen Sie mir das sagen?  

Sprech­er  Son­ntag, 17 Uhr. 

(…)

Mon­tag, 8 Uhr. Pünk­tlich auf der Mat­te. Für meinen Nach­barn Joachim ist Dien­st­be­ginn. Dr. Fehren­bach hat Feier­abend, nach 23 Stun­den. Er war 7,2 Stun­den auf Sta­tion plus 15,8 Stun­den in Bere­itschaft. 

Dr. Fehren­bach  Ich mach das jet­zt seit zehn Jahren bald. Und das ist das, was einen fer­tig macht mit der Zeit – diese Art von Ein­sätzen, wo man aus’m tiefen Schlaf von jet­zt auf gle­ich ein­satzbere­it sein muß. 

Diese Entschei­dungs- und Hand­lungsabläufe gelin­gen nur deswe­gen, weil sie eigentlich mehr oder weniger unter­halb der Bewusst­sein­sebene ablaufen. Und es geht immer um Zeit. Dann klap­pert nur noch das Geschirr…

Dr. Eit­el  Das sind Algo­rith­men, die ste­hen für häu­fig wiederkehrende Not­fall­si­t­u­a­tio­nen zur Ver­fü­gung – die man irgend­wann mal lernt. Und die 

laufen dann ab. 

Dr. Züh­lke  Es ist noch eine enorme Angst bei mir… Dadurch, daß ich noch rel­a­tiv uner­fahren bin als Notärztin. Ich fahr jet­zt unge­fähr seit einem hal­ben Jahr. Ich bin froh, wenn der Ein­satz nicht so schlimm ist – dem Patien­ten geht’s gar nicht so schlecht wie gedacht. Dann bin ich nicht bös’ drum ! Ich bin froh, wenn’s dem Patien­ten gut geht, und dann kön­nen wir wieder fahren.

IM FAHRENDEN NOTARZTWAGEN

Sprech­er Mon­tag, 19 Uhr. 

Stim­men  … Oben an der Kreuzung links … Auf der recht­en Seite guck­en … 

Die Haus­num­mer 2 … Links ist 1 und 3 … Ah, da ste­ht schon jemand!

Sprech­er  Neben mir der Ret­tungsas­sis­tent streift die dün­nen Hand­schuhe aus Latex über – heute schon zum acht­en Mal. 

DER WAGEN HÄLT

Der Griff nach EKG und Sauer­stof­fgerät. Und raus. Unser Blaulicht lockt die Nach­barn an die Fen­ster.

AUSLADEN DER TRAGE / HASTIGE SCHRITTE IN EINEM TREPPENHAUS / TÜRKLINGEL

Dr. Eit­el  Guten Tag. 

Stimme  Es ist viel bess­er gewor­den, 2 bis 3 Minuten bevor Sie kamen…

Dr. Eit­el  Schön, wie heißen Sie denn? Und wie alt sind Sie? 

Pati­entin  87 …

Dr. Eit­el  87 …  Ja, es sieht so aus, als hät­ten Sie einen leicht­en Schla­gan­fall erlit­ten. Wir müssen Sie in die Klinik mit­nehmen. Machen Sie mal ’nen spitzen Mund — wie wenn Sie pfeifen wollen.

Pati­entin  (VERSUCHT ZU PFEIFEN)

Stimme  Ihre Tochter ruf’ ich noch an …

Dr. Eit­el  Sie haben doch ein bißchen Schwierigkeit­en, die richti­gen Worte zu find­en. Aber Sie ver­ste­hen mich ! Es fehlen Ihnen nur die richti­gen Worte!

Pati­entin (UNVERSTÄNDLICH

Assis­tent  Nicht erschreck­en !

Dr. Eit­el  Kön­nen Sie mir noch mal sagen, wann das unge­fähr ange­fan­gen hat heute ? … Auf’m Weg zum Dok­tor ?

Pati­entin (UNVERSTÄNDLICH

Assis­tent  Die Arme bitte auf den Bauch … Packst du mal mit an!

Tochter der Pati­entin  Ich fahr’ hin­ter Dir her ! Ich komm’ Dir nach … Ich komm’ bald nach!

Assis­tent So jet­zt wer­den die Beine mal flach …

METALLISCHE GERÄUSCHE

Sprech­er Die Spreizbeine der Trage klap­pen ein. An diese her­zlosen Geräusche muss ich mich erst noch gewöh­nen. Klingt wie Reparatur­w­erk­statt.

EINSATZ-KULISSE WEG

Dr. Eit­el  Sie lag da so … Ich hab sie ange­faßt, hab sie übers Haar gestre­ichelt … Und sie hat dann gelächelt ! Und das hat mir gut getan, daß sie lächelt … War für mich ein Zeichen, daß es ihr wieder ein bißchen bess­er geht. Das ist ein­fach ein gutes Gefühl: Das hat funk­tion­iert, das hast du gut gemacht ! Wenn einen nie­mand lobt, sitzt man da und denkt: Das war net schlecht ! Und der enorme Aufwand an tech­nis­chen und men­schlichen Ressourcen, auch an Geld … war gut! 

Sprech­er  Dienstag,18 Uhr. 

FUSSBALLPLATZ 

Sprech­er  Ein Rhön­dorf. Super­stim­mung auf dem Fußballplatz. 

Hier kick­en Kneipen­mannschaften. Mehr Bier als Turnier. 

Der Mann ist schon in Sil­ber­folie eingepackt. Er zap­pelt, seine Zähne klap­pern. Dynamo Tre­sen heißt der Jux-Vere­in — mit T wie “Theke”. 

Ein alko­holisiert­er Kumpel hält die Infu­sions­flasche. 

DER VERLETZTE SCHNAUFT, STÖHNT UND JAMMERT

Stim­men …Ganz ruhig … Das bren­nt !

Sprech­er  Der Notarzt zieht die Spritzen auf — Beruhi­gungs- und Schmerzmit­tel. “Iss­es Sschlimm, Herr Dok­tor ?” fragt mich der Kumpel. “Schätze Waden­bein­bruch. Ab in die Klinik !”

SPORTPLATZ-KULISSE WEG

Dr. Eit­el  Wir sind hier in der glück­lichen Sit­u­a­tion, daß wir ein reich­es Land sind und uns diese Unfallmedi­zin leis­ten kön­nen. Daß jed­er eben die Chance haben soll, daß er best­möglich ver­sorgt wird. Daran glaub ich. Dieser Men­sch hat dieses eine Leben. Und wenn er jet­zt eine Dummheit gemacht hat, er ist deshalb auf den Kopf gefall­en, dann nützt es ihm nichts, wenn man ihn schlechter behan­delt – so nach dem Mot­to: Er ist besof­fen, er ist sel­ber schuld ! 

(…)

Sprech­er  Wie geht’s eigentlich dem Kneipen­fußballer? 

STATION

Sprech­er  Er liegt auf der 4 B. Hat viel Besuch. Gestern die Truppe von “Dynamo Tre­sen”. Heute eine Gruppe Bik­er, schwarz, mit Blu­men­sträußen. 

Lucky Das einzige, was bei mir jet­zt noch ganz ist, das sind die zwei Nieren, 

die Leber und das rechte Bein. Son­st war alles schon kaputt. Alles! 

Sprech­er  Ein Vet­er­an des Straßenkriegs. Immer wieder Unfälle. Fünf Jahre lang außer Gefecht, alles in allem. Heute kriegt er seinen Gips und seine Krück­en. 

LuckyIch war dreimal klin­isch tot. Zweimal haben sie mich mit dem Notarzt zurück­ge­holt und ein­mal auf der Inten­sivs­ta­tion. In der Lunge war ja ein zehn Zen­time­ter langer Riss. Die Lip­pen waren total kaputt, die Zunge war ab. Ich hatt’ auch noch’n kleinen Gehirn­schaden  – zweiein­halb Wochen, aber das ist mir eigentlich Wurscht … (LACHT)

 Sprech­er  “Lucky” ste­ht auf seinem Arm als bunte Tätowierung. Schon dreimal dem Tod von der Schippe gesprun­gen.

Lucky  Meine Eltern hab ich am Anfang auch nicht erkan­nt und so… 

Sprech­er  Da braucht man einen Haufen Glück ! Der vom Son­ntag  

hat­te weniger Glück. Man wird ihm das zer­fet­zte Bein wahrschein­lich abschnei­den.

LUCKY KRAMT KURZ IM NACHTSCHRANK

Sprech­er Polizeifo­tos in Klar­sichthüllen. 

Lucky … Das ist ein Orig­i­nal­bild …Das war bei meinem ersten Unfall kaputt …  

Sprech­er   Sein Motor­rad war ein “Chop­per”, ein Genuss­fahrzeug. 

Eine Fün­fzehn­hun­dert­er.  

 Lucky  So sah das Auto aus, wo ich reinge­fahren bin!

Autor  Du lieber Gott ! 

Lucky  Das Motor­rad ist irgend­wie … das Leben. Erst das Motor­rad, dann die Frauen !  (FETTES GELÄCHTER)

Autor  Was ist denn dem Fahrer passiert von dem Auto?

Lucky Die ist tot … 

KULISSE WEG 

RETTUNGSZENTRUMHUBSCHRAUBER-HANGAR / TOR ÖFFNET SICH HYDRAULISCH

Sprech­er  Don­ner­stag, kurz nach Acht. Meine fün­fte Schicht. Der Helikopter “Christoph 28” fliegt nach Hilders in der Rhön. Fahrzeug von der Straße abgekom­men, bren­nt, wahrschein­lich vier Ver­let­zte. 

Mehr weiß die Leit­stelle noch nicht. 

HELIKOPTER STARTET 

(…)

INTENSIVSTATION

Sprech­er9.30 Uhr. Inten­sivs­ta­tion. 

Der Motor­rad­fahrer, den wir Son­ntag aufge­le­sen haben, ist noch tief bewußt­los. Kün­stlich­es Koma. Sein Leben weit­er auf der Kippe.

Dr. Eit­el  Also der Patient ist sich­er jemand, der ohne unser mod­ernes Notarztwe­sen primär gar nicht über­lebt hätte. Der wäre am Unfal­lort ver­stor­ben ohne Notarzt, ohne Hub­schrauber. Der hat in der ersten Zeit eine Unmenge Blut bekom­men. 

Auf so eine schwere Mehrfachver­let­zung reagiert der Kör­p­er mit ein­er gen­er­al­isierten Entzün­dungsreak­tion. “Sys­temic inflam­a­to­ry response syn­drom” – so nen­nt sich das … in den Gefäßen, an den kleinen Blut­ge­fäßen, in der Niere, in der Lunge, in der Leber, bei der Kreis­laufreg­u­la­tion. Alles das hat er hin­ter sich. 

RETTUNGSZENTRUM / DRAUSSEN LANDET DER HUBSCHRAUBER

Sprech­er  9.45 Uhr. Der Helikopter  kommt zurück. Für Dr. Keul, der eigentlich schon Dien­stschluss hat­te, war das Ein­satz Num­mer 12 in dieser Schicht.

Vier junge Män­ner auf der Heim­fahrt von der Technopar­ty gestern abend. In ein­er Linkskurve der B 278 kommt der Wagen von der Straße ab, prallt gegen einen Baum, fängt Feuer. Der Fahrer ist vor Über­mü­dung eingeschlafen. 

11.30 Uhr. Dr. Keul berichtet:

Dr. Keul  … Die bei­den Patien­ten haben in einem Abstand von 5 bis 10 Metern nebeneinan­der im Wald gele­gen. 

Und der erste Ein­druck war, daß der eine Patient sich noch bewegt hat. Und der zweite Patient, der war still und hat­te eine soge­nan­nte Schnap­pat­mung — eine schwache, ganz schwache, ver­siegende let­zte Atmung. Es war ein Patient, dem man gle­ich ange­se­hen hat, dass er unmit­tel­bar vorm Atem­still­stand ste­ht. 

Gut — man muss bei einem Patien­ten anfan­gen … Hab’ dann let­z­tendlich mit dem ange­fan­gen, dem’s schlechter ging. Da war’s nach weni­gen Minuten klar, daß der ster­ben würde und zwar noch an der Unfall­stelle. Wir haben schon während der Wieder­bele­bungs­maß­nahme gese­hen, daß der Bauchum­fang erhe­blich zunimmt, daß es da offen­sichtlich in den Bauch blutet, da ein mas­siv­er Blutver­lust ist. Im EKG war eine Null-Lin­ie, dementsprechend keine tast­baren Pulse. Die Atmung hat­te ja auch schon aufge­hört. 

Und da hab ich mich schnell entschlossen, diesen ersten Patien­ten zu ver­lassen und mich dem anderen zuzuwen­den. Dann haben wir ihn dann in Winde­seile in den Hub­schrauber ein­ge­laden und in die Klinik gebracht. 

Der Patient ging dann in den OP, hat­te in dieser Phase noch so’n halb­wegs pass­ablen Kreis­lauf, aber dann, als der Bauch eben eröffnet wurde — dann war so der erste Ein­druck von den Chirur­gen, daß die Leber von dem Patien­ten völ­lig zer­borsten war durch diesen enor­men Auf­prall. Und diese Blu­tung, die war let­z­tendlich auch net zu beherrschen.

Autor Wie lang hat man sich da noch bemüht ?

Dr. Keul  Einein­halb Stun­den …

(…)

Sprech­er  12.10 Uhr. Ein Wohn­heim.

TREPPENHAUS

Stim­men … Wir sind benachrichtigt wor­den, weil er seit län­gerem nicht in sein­er Trinkhalle gese­hen wurde … Wohnt hier … Ist alko­holkrank … Auf Grund des Geruch­es haben wir dann die Woh­nung öff­nen lassen…

Sprech­er  Der Haus­meis­ter hat die Leiche ent­deckt. Zwei Polizeibeamte hal­ten Taschen­tüch­er vors Gesicht.

Notärztin Dr. Züh­lke … Darf ich das Bügel­brett mal bei­seite nehmen? So lassen – ja ?

Sprech­er  Dun­kles Zim­mer, Vorhang zu. Hal­ben­tk­lei­dete Gestalt zwis­chen umgstürzten Möbel­stück­en. Das Gesicht kaum zu erken­nen. Schwarz. 

Dr. Züh­lke  Haben Sie die Per­son­alien von dem Mann ?

Sprech­er  … Zer­fließende Materie. Fahles Licht vom Fernse­her, der schon weiß-wie-lange läuft. “Den kon­nte kein­er ausstell’n”, sagt der Haus­meis­ter sarkastisch. 

KULISSE  WEG

(…)

NOTRETTUNGSSTATION

Sprech­er  13.15 Uhr. Ret­tungszen­trum

NOTÄRZTIN FÜLLT DEN LEICHENSCHEIN AUS

Dr. Züh­lke …Das ist jet­zt mein drit­ter, den ich ausstelle … Gott-sei-Dank kommt das nicht so häu­fig vor … Da muß ich den Zeit­punkt ein­tra­gen, wann wir die Leichen­schau durchge­führt haben. (SCHREIBT) 

Ich hab’ jet­zt ein­fach angekreuzt: “Tode­sart ungek­lärt”. Alles weit­ere ist der Krim­i­nalpolizei über­lassen .

Hal­lo Christoph !

(ZU DEM KOLLEGENDas war ein Patient — das einzige was wir über den wussten: dass er ein bekan­nter Alko­ho­lik­er ist. Und er lag jet­zt wahrschein­lich schon tage­lang tot in sein­er Woh­nung. Wir sind ein­fach nur hinzugerufen wor­den, um die Leichen­schau durchzuführen. 

Kol­lege  Tode­sart ungek­lärt … 

Dr. Züh­lke Solche Dinge wie – dass Blut­spuren im Bad waren … 

Kol­lege  Das kannst Du an der Epikrise unten angeben, nähere Angaben zur Todesur­sache …

Dr. Züh­lke  Und das hier kom­plett aus­lassen … (SCHREIBT

Ich kon­nte eigentlich nur noch den Tod fest­stellen. Für mich war’s  ein trau­riger Anblick — zu sehen,  daß es kein schneller Tod war, dass er ein­sam gestor­ben ist und in was für Ver­hält­nis­sen der gelebt hat.

Dann denk’ ich mir oft, wenn ich dann in unsere Woh­nung reinkomm’: Wie schön wir doch wohnen ! Man lebt bewusster. Das hält natür­lich oft nicht lange an … 

Also ich hab’ Woh­nun­gen gese­hen – das hätt’ ich mir nie gedacht, daß Men­schen so hausen kön­nen! 

Kol­lege (Dr. Rath­jen) … nicht nur eng­ste Ver­hält­nisse oder unaufgeräumt, son­dern … Ster­ben­der Patient und zwei Ange­hörige, jed­er sitzt in seinem Zim­mer und guckt Fernse­hen. Jed­er guckt ein anderes Fernseh­pro­gramm. Das war für mich so das schrill­ste Erleb­nis. 

Autor  Ist nicht wahr! 

Dr. Rath­jen  Doch! 

Autor  Und die wußten, daß der Dritte stirbt?

Dr. Rath­jen  Die haben uns ja gerufen ! Die woll­ten nicht, daß er zu Hause ster­ben kann, son­dern wir soll­ten ihn mit­nehmen. Also haben wir ihn mitgenom­men.

Dr. Eit­el  Gestor­ben wird im Kranken­haus. 

Dr. Fehren­bach  Für alles wo man Spezial­is­ten hat, braucht man sich sel­ber die Fin­ger nicht dreck­ig zu machen. Wir bezahlen Krankenkassen­beiträge und wir bezahlen Steuern, wir bezahlen alles mögliche. Und jet­zt sollen halt die Profis kom­men und es richt­en und es machen. 

Insofern schafft man sich eine gesellschaftliche Sit­u­a­tion, wo man Kranken­häuser wie Tem­pel baut, sich mehr oder weniger gut dotierte Spezial­is­ten zur Erfül­lung dieses lästi­gen The­mas hält und die in einem Raum großer per­sön­lich­er Dis­tanz wal­ten und ver­wal­ten lässt. Punk­tum. 

KULISSE WEG

Sprech­er  Don­nertag, 16 Uhr.

IM NOTARZTWAGEN / FAHRZEUG HÄLT

Ret­tungsas­sis­tent  Ach — da oben liegt er !   

GERÄUSCHE BEIM AUSSTEIGEN / WAGENTÜR WIRD ZUGESCHLAGEN

Sprech­er  Männliche Per­son in leichtem Som­mer­anzug. Rück­en­lage. 

Der Mann muss über 80 sein. 

Notarzt  … Gut … Dann machen wir mal zwo Mil­ligramm Adren­a­lin auf zehn Mil­li­liter … Und über’n Absaugka­theter… 

Sprech­er  Das Gesicht ist tief­blau ange­laufen. Rote Briefum­schläge liegen auf dem Gehweg, schon frankiert. Wie Ein­ladun­gen zu einem Fest. Nur noch 50 Meter bis zum näch­sten Briefkas­ten.

STIMMEN / ARBEITSGERÄUSCHE / AUGENZEUGEN:

Der ist eben umge­fall­en … Der ist hier mit dem Roller rumge­fahren und hatt dann gerufen: “Der Mann ist umge­fall­en “… Ja ! … Die Hände haben noch gezit­tert… 

Sprech­er Schw­er arbei­t­en­der Notarzt und die bei­den Ret­tungsas­sis­ten­ten an dem Leblosen. Ein Strom­stoß von 200 Joule fährt in den Kör­p­er. Der Mann bäumt sich auf. Ein zweit­er Ver­such. Ein drit­ter. Doch das Herz will nicht mehr ansprin­gen. Flim­mert noch ein wenig. Dann ste­ht es nur noch still.

KULISSE WEG

Dr. Eit­el  (IM RETTUNGSZENTRUM)  Das ist ja das Max­i­male, was wir machen: Der Tod ist einge­treten, und da kommt das Notarzt­team und ver­sucht, durch die Wieder­bele­bungs­maß­nah­men dieses Ereig­nis rück­gängig zu machen. 

Das Zeit­fen­ster vom ini­tialen Ereig­nis, wenn jemand einen Kreis­lauf­still­stand 

hat, also das Gehirn, die Organe nicht mehr durch­blutet sind, bis spätestens was passiert, sind fünf Minuten, bis das Gehirn irre­versiblen Schaden nimmt. Obwohl wir sich­er eines der besten Ret­tungswe­sen der Welt haben, sieht man schon, dass das knapp wird. 

Man weiß ja net genau, wie lang das schon alles zurück­liegt. Deshalb wird 

man natür­lich im Zweifels­fall immer die Rean­i­ma­tions-Maß­nah­men ein­leit­en. 

Je jünger der Patient ist, desto länger wird man’s ver­suchen. Trotz aller tech­nis­chen Möglichkeit­en sind die Erfol­gschan­cen ger­ing.

Die Rean­i­ma­tion ist die let­zte Möglichkeit, die man hat. Und meis­tens ist es zu spät oder nützt nix. Das ist schon so …

Jed­er von uns Notärzten hat die Erfahrung sich­er schon gemacht: Man hat jeman­den wieder­belebt, man hat den Kreis­lauf wieder in Gang gebracht, man hat ihn hier in  die Klinik gefahren — und ein paar Tage später geht man dann auf die Insten­sivs­ta­tion, dann sagen die: Gut — Kreis­lauf sta­bil, aber hypox­is­ch­er Hirn­schaden. Der wird nie mehr aufwachen. Das, was diesen Men­schen aus­macht – die indi­vidu­elle Exis­tenz (SIGNALTON) dieser Per­son… 

Jet­zt muss ich doch fliegen … Muss auch noch pinkeln …

Autor  O. k. -Komm’ gesund wieder !

TÜR WIRD ZUGESCHLAGEN / ATMO RETTUNGSZENTRUM WEG

(…)

Sprech­er  Fre­itag. Alle reden noch von dem Unfall nach der Tech­no-Par­ty, oben in der Rhön. Gestern war die Trauer­feier für den einen 16-Jähri­gen. In der Kirche spiel­ten sie sein Lieblingslied: “One more time”. 

SONG: “ONE MORE TIME” (DAFT PUNK

Sprech­er  Tode­sanzeigen:

Wir trauern um Jan — du wirst uns fehlen” – “Ein ewiges Rät­sel ist das Leben — und ein Geheim­nis ist der Tod — Tra­cht­en­gruppe Gers­feld” – 

Ihr wart noch jung, ihr starbt so früh / Wer euch gekan­nt, ver­gisst euch nie. Eure Fre­unde: Olli, Heiko, Chris­t­ian, Jen­ny, André, Tina, Car­men, Sascha …” – 27 Namen. 

MUSIK WEG

(…)

Dr. Fehren­bach  Es ist ja die Frage: Wenn man immer mit Tod kon­fron­tiert ist, ist man ja auch mit sein­er eige­nen Endlichkeit kon­fron­tiert. Und wenn man sagt: Es gibt da ’nen Großen, dessen Ratschlüsse man nicht durch­schaut, der wird schon wis­sen für was es gut ist – dann muß ich auch nicht für alles die Ver­ant­wor­tung tra­gen. 

Dr. Keul Es wäre natür­lich schon sehr bedeut­sam, wenn man beispiel­sweise sich­er an ein Leben nach dem Tod glauben würde. Im Jen­seits tre­f­fen sich doch alle wieder, und dann wird alles gut. Da kön­nte man sich­er mit manchen tragis­chen Sit­u­a­tio­nen bess­er umge­hen als ich’s kann. Ich denke, dass sehr religiöse Ärzte sich da ver­mut­lich leichter tun.

Sprech­er  Und noch ein Nachruf in der Zeitung: “Kurz vor Vol­len­dung seines 90. Geburt­stags starb gestern unser lieber Vater, Schwiegervater, Opa, Uropa…”

Die roten Briefum­schläge !

Wir wollen nicht trauern, daß wir ihn ver­loren haben, son­dern dankbar sein, daß wir ihn hat­ten…”

RETTUNGSZENTRUM / FERNSEHTON 

Sprech­er  23 Uhr. Ret­tungszen­trum. Mannschaft­sraum. Im Fernse­her zum x-ten Mal “Das Boot” nach dem Roman von Lothar-Gün­ther Buch­heim. Kein­er sieht mehr hin.

Nacht­ge­spräche.

Dr. Eit­el  Das Interessante,was Du heute mor­gen ver­passt hast, war eben die Entschei­dung, jeman­den nicht wiederzubeleben. Die Mel­dung war: Patient mit bekan­nter koronar­er Herzkrankheit im Garten zusam­menge­brochen, bewusst­los. Wir haben dann im Wohnz­im­mer einen alten Mann vorge­fun­den, in den Armen sein­er Tochter liegend. 

Vom ersten Aspekt her war der Mann tot. Er hat­te weite licht­starre Pupillen. 

Er hat­te keinen tast­baren Caro­tispuls mehr. Er hat­te einen Atem­still­stand. Das EKG, das wir abgeleit­et haben, hat eine Asys­tolie gezeigt. Beim Öff­nen der Klei­dung haben wir gese­hen, er hat einen kün­stlichen Aus­gang als Hin­weis für eine bösar­tige Erkrankung. Er war 82 Jahre alt, Krebs wahrschein­lich.

Dann hat die Tochter noch gesagt: Ja, sie hat uns erst so spät geholt, weil ihr Vater, als er noch mit ihr sprechen kon­nte, wollte nicht, daß der Notarzt kommt. Er will nicht an Maschi­nen angeschlossen wer­den. 

Und das alles zusam­men — der Zus­tand des Patien­ten, die weit­en, schon entrun­de­ten Pupillen als Zeichen für eine schon einge­tretene zere­brale Störung, also Schädi­gung des Gehirns, das Alter des Patien­ten, die bösar­tige Grun­derkrankung, der glaub­haft weit­ergegebene Wille des Patien­ten —  hat dann mich ver­an­lasst, in dieser Sit­u­a­tion keine erweit­erten Rean­i­ma­tions-Maß­nah­men einzuleit­en, son­dern den Willen des Patien­ten zu respek­tieren und den Tod, der schon einge­treten war, als finan­les Ereig­nis zu akzep­tieren. 

Die let­zten Worte, die der Vater zu der Tochter gesagt hat: “Jet­zt ist alles zu Ende”. 

Damit bin ich auch sehr zufrieden dass das so war. Ich denke, dass der Mann genau so gestor­ben ist, wie er sich das gewün­scht hat. Er war kurz vorher noch in seinem Garten und ist dann in den Armen sein­er Tochter gestor­ben. 

Dr. Fehren­bach  Das ist ein ganz schwieriges The­ma. Rein rechtlich gese­hen han­deln wir im mut­maßlichen Willen des Patien­ten, und dieser mut­maßliche Wille, wenn wir den nicht weit­er erforschen kön­nen, ist immer die Lebenser­hal­tung. 

Ein Hip­pokrates – der hat­te es rel­a­tiv ein­fach. Der kon­nte jeman­dem ins Gesicht schauen, und wenn der eine “facies hypo­crat­i­ca” hat­te – also man sieht jeman­dem an, wenn er einen Schock­zu­s­tand hat, das sieht man schon am Gesicht, das ist dieser Gesicht­saus­druck, wenn jemand kurz vor dem Ster­ben liegt –, da hat der Hip­pokrates gesagt, vor 2500 Jahren: “Von denen lasst die Fin­ger, an denen hat ein Arzt nix mehr ver­loren”. Und das sind ger­ade heute unsere Patien­ten. 

Da ist unsere Gesellschaft schw­er auf den Hund gekom­men. Wie gehen wir mit Ster­ben­den um? Wir müssen alle lange Zeit am Leben erhal­ten. Da ist die Men­schheit mit sich sel­ber sehr grausam gewor­den! 

Dr. Rath­jen  Also wenn ich wirk­lich heute nochmal die Wahl hätte, und ich möchte Men­schen helfen, dann würd ich nicht unbe­d­ingt Medi­zin machen. Dieser Aspekt der sozialen Hil­fe bleibt ein­fach zu sehr auf der Strecke. 

Autor  Was wür­den Sie dann lieber machen?

Dr. Rath­jen  Ja – dann würd ich eher sozialpäd­a­gogisch tätig wer­den. Erwach­se­nen­bil­dung oder Jugen­dar­beit, Jugendzen­trum … Man fragt: Hast Du Schmerzen? Ja — wo? O. k. -– kriegst hier was. So unge­fähr. 

Und dann ist man schon im Kranken­haus, und alles ist vor­bei.  

Aber selb­st wenn ich wollte, kön­nt’ ich kaum … Ich hab viel zu sehr mit logis­tis­chen Sachen zu tun. Doku­men­tieren, auf­schreiben, in den Com­put­er eingeben, abheften, Leichen­schauschein aus­füllen nimmt fast mehr Zeit in Anspruch, als sich um die Leiche zu küm­mern! 

Das ist so schlimm inzwis­chen, dass, wenn ich jet­zt einen Patien­ten im Ein­satz habe, der mich irgend­wie sehr beschäftigt — dass ich nach  ein­er Woche den Men­schen, wenn ich ihn auf der Straße begeg­nen würde, wahrschein­lich nicht wieder­erken­nen würde… 

(…)

Sprech­er  1.20 Uhr. 

WEBEREI / IM BÜRO DES PRODUKTIONSLEITERS 

Ver­let­zter  …Ich hab Schmerzen ohne Ende … Scheiße ! Mann — Mann — Mann — Mann — Mann — So’n Scheiß! 

Notarzt (Dr. Keul)  Sie kriegen sofort was!

Sprech­er  Nachtschichtin der größten Weberei der Stadt — der Saal für schuss­sichere West­en. Ein unz­er­reißbar­er Faden hat seine Hand in das Web­blatt gezo­gen und zweiein­halb Fin­ger amputiert. 

Ver­let­zter  Scheiße, Mann ! Da kann man net ruhig bleiben ! Meine Hand ist im Arsch ! Total im Arsch ! Scheiße !!! … Daß ich  die Hand net mehr hab !  … Bin ich blöd, wie die Nacht ! Mann — Mann — Mann — Mann — Mann !! Nein — nein — nein ! Das gibt’s doch net ! Das ist doch ’n Film — oder ? Das ist ’n Film, das ist net wahr !! ’n scheiß Film!

Sprech­er  Auch der Assis­tent schluckt heftig. Steckt die abge­tren­nten Fin­ger in den dop­pel­wandi­gen Trans­port­beu­tel — innen trock­en, außen Eiswass­er. 

Der Werk­meis­ter muß raus­ge­hen, kippt son­st um.

TÜR GEHT AUF / GERÄUSCHE DES WEBEREI-SAALS

Arbeiskol­lege Bleib’ liegen ! Bleib’ liegen ! Er muss doch liegen bleiben!

Sprech­er  Allmäh­lich wirkt das Schmerzmit­tel, der Mann wird ruhiger.

Er schläft.

Auch der Notarzt wird sich eine Weile hin­le­gen. Er ist seit 8 Uhr mor­gens auf den Beinen. Im Ret­tungszen­trum hat er Spind und Bett. Und den Alarmpieper daneben.

(…)

KRANKENZIMMER

Kranken­haus “Hohe Warte” in Bayreuth. In einem Vier­bettz­im­mer, Fen­ster­platz, liegt der 26jährige Motor­rad­fahrer, der auf ein­er Land­straße bei Ful­da fast gestor­ben wäre. Damals – vor neun Monat­en. 

Patient  Ja, ich hab’s über­standen — den Ärzten sei Dank!

Sprech­er  Der Sta­tion­sarzt.

Dr. Iven  Die Diag­nose ist: Inkom­plette Quer­schnittsläh­mung unter­halb unge­fähr C5 bei Zus­tand nach Mylon-Ein­blu­tung in Hals­mark und zusät­zlich ein Zus­tand nach Beinam­pu­ta­tion links — Ober­schenke­lam­pu­ta­tion — bei nicht zu beherrschen­der Weichteil­ver­let­zung. Wobei er das eine Bein, das ihm bleibt, gar nicht mehr bewe­gen kann. Die Hände sind hal­bgelähmt. Zusät­zliche Behin­derung ist ein kün­stlich­er Dar­maus­gang, ein kün­stlich­er Blase­naus­gang im Sinne ein­er Urin­ableitung durch die Bauchdecke…

Ziel ist, dass er das Fahren im Roll­stuhl so beherrscht, daß er sich mit seinen teil­gelähmten Armen und Hän­den selb­st im Roll­stuhl fort­be­we­gen kann. 

Patient  Ein bißchen ist wieder gekom­men … Ange­fan­gen hat’s am 12. Dezem­ber – da hat der kleine Fin­ger ange­fan­gen, sich zu bewe­gen. Da hatt’ meine Mut­ter Geburt­stag an dem Tag… 

Mit­tler­weile sind ’s sieben Fin­ger, die ich wieder ’n bis­sel bewe­gen kann. 

Ich hoff’, daß wenig­stens die rechte Hand noch bess­er wird. 

Also, irgend ein Ziel war eigentlich immer da.

Autor  Wie wür­den Sie das jet­zt beschreiben, das Ziel ?

Patient  Ja – das weit­ere Leben nach der Reha … 

Ja – das Leben eben …

KULISSE WEG 

➤Fea­tures (deutsch/In­fo-Texte)