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des Inhalts. Eine Erneuerung des Features kann sich also nicht in der noch so raffinierten Vorführung digitaler Hexenküchenkünste erschöpfen.
(10) Das „Große Radio-Feature“ sollte in diesem Sinne wirklich „groß“ sein - d. h. nicht Schwarzbrot sondern Torte. Dafür braucht es eine großzügige finanzielle Ausstattung für Recherchen, Produktion und nicht zuletzt für den Autor, der sich mit diesem Thema womöglich monatelang herumschlägt. Und: das Besondere verdient angemessene Publicity.
(Bei den Wörtern „wichtig“ und „groß“ denke ich zum Beispiel an historische Beispiele wie „Der 29. Januar 1947“ und „Interview mit einem Stern“ von Ernst Schnabel, „Was wäre wenn“ und „Das Jahr 1948 findet nicht statt“ - politische Utopien von Axel Eggebrecht - oder die drei abendfüllenden Ruhr-Features von Peter von Zahn )
(11) Große dokumentarische Radio-Events sind nicht unbedingt an „Sendeleisten“ oder feste „Slots“ gebunden. Sie müssen wirkungsvoll in die Komposition des gesamten Programms eingepasst werden.
(12) Feature, Hörspiel und verwandte Gattungen sind als „nichtkom-merzielles Kulturgut von öffentlichem Interesse“ nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem überlebensfähig - ähnlich kommunalen Kinos, Schaubühnen etc. Daran werden auch neue Distributionsmöglichkeiten wie das Internet oder die stärkere Vermarktung von Cassetten und CDs bis auf weiteres wenig ändern. Dass wir als Medienleute schon jetzt in vorderster Linie darüber nachdenken sollten, wie die globale digitale Spielwelt mit Inhalten gefüllt werden kann, ist eine andere Sache.
© Alle Rechte beim Verfasser
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