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(5) Was ist der GEGENSTAND des „Großen Features“ ? In groben Strichen: Themen von Gewicht und mittelfristigem Verfallsdatum, die für eine möglichst große Zahl aufgeschlossener Hörer und - sagen wir’s ruhig - für unser Gemeinwesen ganz allgemein von Interesse sind; ungewöhnliche, aufregende, so-noch- nicht-gedachte bzw.noch-nicht-formulierte Gedanken; Visionen, Provokationen; Denk-Ereignisse, die aus dem stereotypen, festgefahrenen Diskurs der Gegenwart herausragen ... Feature ist die groß aufgemachte wichtige Sache ...
(6) ... beglaubigt durch eine sichere Beherrschung sämtlicher Fertigkeiten unseres Handwerks (professionelle Recherche, gedankliche Logik, formale Brillanz, Erfindungsreichtum, Kenntnis der Technik, Natürlichkeit und Wärme dem Publikum - das heißt: dem einzelnen Hörer - gegenüber u.s.w.)
(7) Dies bedeutet auch: Mut zum eigenen Standpunkt.
(8) Feature sollte immer „groß gedacht“ werden. Dass die kleine Geschichte vor dem großen Hintergrund stets das meiste Interesse weckt, ist hierzu kein Widerspruch. Die oppulentesten Bühnenbilder leben erst durch den vergleichsweise kleinen Protagonisten an der Rampe.
(9) Das WIE ist wichtig, aber das WAS ist zweifellos wichtiger. Prinzipielles Interesse für die formale, „künstlerische“ Seite des Mediums („Wie haben die das bloß wieder gemacht ?“) dürfen wir außerhalb einer sehr begrenz-ten Fangemeinde nicht voraussetzen. Der Inhalt, der (Gedanken-)Körper, braucht zwar ein aufregendes, ja aufreizendes Gewand. Ist die Idee aber zu „klein“, wirkt die Verpackung rasch overdone und betont so die Armseligkeit
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