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Gewiss: "Kleine" Themen erlauben auch die kleine Form. Aber sind das dann noch Feature-Themen. Andersherum: "Große" Themen, in kleine Formate gepresst, werden nur noch oberflächlich angekratzt. Das aber leisten die Autoren aktueller Kurzbeiträge ebenso gut, nur schneller (und billiger).
Feature-Fast-Food - ein klassisches Paradoxon. Das anspruchsvolle, sperrige Produkt verweigert sich der leicht-konsumierbaren Zubereitung, der Portionierung in ohrengerechte Happen. Hilft dann vielleicht das bessere Marketing und mehr Reklame-Lärm ?
Der "Durchschnittshörer", monierten die Studenten, wisse ja gar nichts von dem Angebot "Feature". Das Produkt müsse "in der Radiolandschaft erst entdeckt werden", es sei nicht präsent: "Aus Höflichkeit hört keiner Radio (... ) Wenn man eine Ware verkaufen will, müssen die Käufer von der Existenz dieser Ware wissen". Und: "Feature ist ein Luxusartikel des Programms, und dementsprechend muss er beworben werden".
Die Krise des Features - ein Fall für die Marketing-Abteilung ? Liegt das ganze Heil in einer besseren "Verkaufe" ? Ist der Inhalt nur noch zweitrangig, die Verpackung alles ?
Zitat aus einer Seminararbeit: "Als gelegentlicher Hörer kann ich sagen, dass mir die Features im Gedächtnis geblieben sind, in denen mir auch der Erzähler plastisch wurde, indem er mich teilhaben ließ an seinen Gefühlen, den Beunruhigungen, Erleichterungen, Überraschungen bei der Begegnung mit denen, die das Feature durch ihre Geschichte oder ihre Stimme tragen; indem er seine Meinung deutlich werden ließ, sie mir aber nicht aufdrückte, und mich zwang, mir meine eigene zu bilden ..."
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