Lehrtätigkeit/Teaching

DAAD-Fea­ture-Work­shop in Belém 1991


Brasilien: 
Für das Goethe-Insti­tut und den SFB 1989, 1990 und 1991 Leit­er mehrerer Work­shops über “Schöpferische Rund­funkar­beit” (“Cria­tivi­dade radiofóni­ca”) in São Paulo, Sal­vador, São Luiz, For­t­aleza, Belèm, Brasil­ia. Radio-Forum 1997 in Rio de Janeiro. 


 

Sem­i­nar-Teil­nehmer in Sal­vador-Bahia (Goethe-Insti­tut 1990)




Auf Brasil­ian­isch klingt „Fea­ture“ wie „Future“ – Bericht über zwei Fach­sem­inare und einen Work­shop in Brasilien an das Goethe-Insti­tut und die mit-unter­stützende Fea­ture-Abteilung des SENDER FREIES BERLIN, August/September 1989:

„Mostrar que os pro­gra­mas radiofôni­cos de repotagem podem ser feitos de uma maneira diver­sa da habituel“ … „Zeigen, dass doku­men­tarisch Radio­pro­gramme anders gestal­tet wer­den kön­nen als üblich“ – diese Arbeitsvor­gabe stand in ein­er Ankündi­gung des „Jor­nal da Bahia“ unter der Über­schrift „Cria­tivi­dade radiofôni­ca”.

Mit ganz­er Wucht überkam mich jene „übliche“ Audi­vi­sion­swelt schon beim ersten neugieri­gen Ritt durch die Radio- und TV-Kanäle im Hotelz­im­mer gle­ich nach der Ankun­ft (…) Mit weni­gen Aus­nah­men ist Radio – chád­schu sagen die Brasil­ian­er – ein Sek­tor der Kon­sumgüter-Indus­trie, Abteilung Reklame. Der uni­form-mark­tschreierische Sprechges­tus der Mod­er­a­toren herrscht auch in den superkurzen, spär­lichen Nachricht­en­blöck­en vor. Der FM-Radiomach­er ver­lässt nie das Stu­dio zu Auße­nauf­nah­men. Er hat noch nie ein Ton­band zer­schnit­ten, nie mon­tiert, noch niemals O-Töne gemis­cht. Er ver­richtet seinen 4-Stun­den-Schicht­di­enst auss­chließlich am Mikrophon (…) 

Kom­merzielle wie nichtkom­merzielle Radio­sta­tio­nen arbeit­en großteils mit schlecht bezahlten, sozial kaum abgesicherten free lancers. Fast alle sehen sich gezwun­gen, zwei bis drei Jobs auszuüben. So auch die Sem­i­narteil­nehmer, Durch­schnittsalter 30 Jahre. Da schlief schon mal ein­er bei Grup­pendiskus­sio­nen ein. 

Voll­mundig erk­lärte ich zu Anfang: „Sie wer­den in diesem Sem­i­nar keine Tricks erfahren, wie Sie im beste­hen Medi­en­sys­tem rei­bungslos­er und effek­tiv­er funk­tion­ieren kön­nen. Wenn Sie kein weit­eres Räd­chen in der Reizberieselungs­mas­chine wer­den wollen, müssen Sie an der Verän­derung des Medi­en­sys­tems mitwirken!“ 

Inmit­ten des sub­tro­pis­chen Dauer­lärms bei geöffneten Fen­stern und Türen reduzierte ich bald den Appell auf eine the­o­retis­che und prak­tis­che Auseinan­der­set­zung mit den akustis­chen Gegeben­heit­en der Umwelt. Manche Hör­er nah­men nun wohl zum ersten Mal das Grundgeräusch der 13-Mil­lio­nen-Megas­tadt Sao Paulo wahr, und über die All­t­ag­stech­nik des selek­tiv­en Hörens gelangten wir zur selek­tiv­en Auf­nahme von O-Tönen und zum Umgang mit den aus der Klangumge­bung her­au­soperierten Einzelsig­nalen bei der anschließen­den Mis­chung (…)

Lei­der bleiben solche Essen­tials unser­er Fea­turear­beit für die Mehrzahl der brasil­ian­is­chen Kol­le­gen bloße The­o­rie, so lange der Kampf um die materiellen Grundbe­din­gun­gen alle Kräfte, alle Phan­tasie erfordert. Ernüchtert, aber auch gerührt sah ich zu, wie die Gruppe mit ein­fachen Cas­set­tengeräten aus brasil­ian­is­ch­er Pro­duk­tion, sog. „Ghet­to­blasters“, zu hochgesteck­ten Zie­len auf­brach (…) ◀︎


Mexiko: 
Fea­ture-Work­shop in Mex­i­co City (Uni­ver­si­dad del Claus­tro de Sor Jua­na, 1996).

USA: Goethe-Insti­tut, “Deutsches Haus” New York und NY State Uni­ver­si­ty 1992. Nation­al Con­fer­ence der Asso­ci­a­tion of Inde­pen­dents in Radio (AIR), Wash­ing­ton 1994. “Open Your Ears” Con­fer­ence, Wash­ing­ton 2004.


NEW YORK UNIVERSITY, EVELYN McVEIGH, AN GABRIELE BECKER, GOETHE  INSTITUT 1014 FIFTH AVE.
13. NOVEMBER 1992:


Dear Ms. Beck­er,

I am writ­ing to extend to you and the Goethe Insti­tute my thanks and the grat­i­tude of the Depart­ment Radio / Sound Area for hav­ing made pos­si­ble Hel­mut Kopetzky’s recent vis­it to New York.

His vis­it made it clear­er to us that there is noth­ing quite like the Ger­man radio fea­ture in the Unit­ed States, and it was of great val­ue to all our stu­dents, to hear the work of this extra­or­di­nary man and his col­leagues at Sender Freies Berlin.

His gen­uine warmth and will­ing­ness to share his expe­ri­ences and his infec­tious enthu­si­asm for radio and sound all had a pro­found effect on many of our stu­dents. Weeks lat­er many of them are still talk­ing about some of the selec­tions he played, and some of them will undoubt­ed­ly be inspired to attempt to do sim­i­lar things on their own (…) ◀︎


Polen: 
Tre­f­fen junger pol­nis­ch­er Radio-Doku­men­taris­ten in Bia­lystok 1995. Sem­i­nar­i­um Repor­tazu in Kaz­imierz 1996 und Biela Bial­s­ka 1997. Fes­ti­val Junger Doku­men­taris­ten in Szczeczin 1999 und 2000.

Nieder­lande: 
Fea­ture Fes­ti­val “Bound­less Sound”, Ams­ter­dam 1995, 1997 und 2001. Radi­o­la­bor, Wal­ter-Maas-Huis, Bilthoven 2001.

Repub­lik Irland: 
Fea­ture-Sem­i­nare Dublin (1995) und Lim­er­ick (2007) 

Ecuador: 
Sem­i­nar der CEDEP + Hum­boldt-Gesellschaft in Quito 1996.

Rumänien:
Orig­inal­ton-Sem­i­nar 1998 für den rumänis­chen Rund­funk und Goethe-Insti­tut in Bukarest. Fol­low-up-Sem­i­nar in Bukarest 1999. Vor­trags-Ver­anstal­tun­gen an der pri­vat­en “Gheorghe-Cristea”-Universität Bukarest und doku­men­tarisch­er Prax­is-Kurs in Cluj (Klausenburg)1999.

Kenia:
Fea­ture-Work­shop (für Goethe-Insti­tut und SFB) in Nairo­bi 1994. 


Schat­ten­box­en in Ostafri­ka – Bericht an das Goethe-Insti­tut über einen Fea­ture-Work­shop in Nairo­bi, 13. bis 24. Juni 1994  


(…)  Seit Wolf­gang Bauern­feinds Sem­i­nar vor zwei Jahren hat­te sich das Kli­ma abgekühlt. Damals notierte er noch in seinem Abschluss­bericht: „Es knis­tert im Land, und in meinem Sem­i­nar spüre ich Offen­heit“. Das poli­tis­che Barom­e­ter, noch auf „Verän­der­lich“ ste­hend, zeigte nun eher „Stag­na­tion“ an. 


Erster Ein­druck: Zurück­hal­tung beim For­mulieren eigen­er Mei­n­un­gen. Vergnügtes Abwarten. Fra­gend wühlte ich mich durch die See­len­schicht­en der jun­gen afrikanis­chen Kol­legIn­nen, legte Äng­ste bloß: „Darf ich beim Inter­view einen Min­is­ter, der sich hin­ter seinem Schreibtisch ver­schanzt hat, aus auf­nah­me­tech­nis­chen Grün­den zum Sitz­platzwech­sel auf­fordern?“ Und immer häu­figer das Wort „Zen­sur“. Was „geht“ ger­ade noch? Wie ver­packt man Wahrheit­en als Kon­ter­bande?

Zunächst also: Auf­tauen, Mut­machen, Kampf der Selb­stzen­sur. So kam die Rolle der Pub­lizis­tik in ein­er offe­nen Gesellschaft auf die Tage­sor­d­nung – und die Rolle jedes einzel­nen Medi­en­mi­tar­beit­ers. Der Pro­duk­tions-Work­shop – das The­ma hieß “BLACK AND WHITE / The chal­lenge of liv­ing togeth­er“ –  geri­et auch zum beruf­sethis­chen Sem­i­nar.

Freilich: Den Ein­druck des Schat­ten­box­ens wurde ich nie ganz los. Hat­ten diese intel­li­gen­ten, humor­vollen, begeis­tert disku­tieren­den Beruf­skol­legIn­nen die leis­es­te Chance, das gemein­sam Erar­beit­ete unter den gegen­wär­ti­gen Bedin­gun­gen je anzuwen­den? Und wie soll­ten sie angesichts der (verord­neten) Armut an Geräten und Mate­r­i­al brauch­bare Doku­men­tar-Fea­tures zus­tande­brin­gen?

Ich sah, wie sich Stu­den­ten mit stumpfen Rasierklin­gen beim Bän­der-Cut­ten abquäl­ten und altes Video-Kle­be­band – höch­stens noch zum Fliegen­leimen brauch­bar – in schmale Ton­klebe­streifen zer­schnit­ten. Ich sah die aus Man­gel an Lötzeug ver­knoteten Kabel und das ver­legene Achselzuck­en der mis­er­abel bezahlten tech­nis­chen Angestell­ten.

Und den­noch haben wir gear­beit­et, acht bis zehn Stun­den täglich. Und hat­ten Freude daran. Die Teil­nehmer bracht­en mir bei, wie ich am besten mit ihren All­t­agss­chwierigkeit­en fer­tig wer­den kon­nte. Sie haben mich mit men­schlichen und beru­flichen Erfahrun­gen belohnt. ◀︎


Moldaw­ien:
Orig­inal­ton-Sem­i­nar für Tel­era­dio Moldo­va und Goethe-Insti­tut in Chisin­au 1998.

Argen­tinien:
Sem­i­nar “Schöpferische Rund­funkar­beit” in Cor­do­ba auf Ein­ladung des Goethe-Insti­tuts, 1999. 

Tschechis­che Repub­lik:
Fea­ture-Grund­la­gen, Czesky Rozh­las, mit Edwin Brys, 2007.

Deutsch­land: 
Work­shops mit Funkau­toren aus den neuen Bun­deslän­dern beim Mit­teldeutschen Rund­funk, Leipzig, im März und April 1992 und bei DS-Kul­tur Berlin im Jan­u­ar 1993 (Auf­nahme- und Stu­dio-Tech­nik, Dra­maturgie, Schreiben für den Rund­funk, Reportage-The­o­rie). Fea­ture-Sem­i­nar, Deutsches Insti­tut für pub­lizis­tis­che Bil­dungsar­beit / Rund­funk-Bil­dungszen­trum Dort­mund 1993.

WEITERE FEATURE-WORKSHOPS:

Radio Bre­men 1993. Evan­ge­lis­che Akademie Nordel­bi­en, Berlin 1994. Evan­ge­lis­che Jour­nal­is­ten-Schule Berlin 1996. Work­shops mit Fea­ture-Autorin­nen / Autoren des DLR Berlin 1999, 2000, 2001, 2002, 2003.

Fea­ture-Werk­statt “Region­al — Die lange Form” (BR/ZFP) Übersee/ Chiem­see 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011. Fea­ture-Work­shops des Hes­sis­chen Rund­funks, Frank­furt a. M. 2002 und 2007. Grup­pen­pro­jekt “Michael Jack­son — Ein Phan­tom­bild”, Deutsch­land Radio Berlin 2003. Auf­nah­me­tech­nik-Work­shop, Saar­ländis­ch­er Rund­funk 2006. Dra­maturgie, Deutsch­land­funk 2006. Radio­phone Gestal­tung von Kurzbeiträ­gen, BR-Stu­dio Ost­bay­ern, Regens­burg, 2010.

Fea­ture im Hör­funk (BR), München 2011. “Sie hören (nicht) die Auf­nahme — Von der Rekon­struk­tion der akustis­chen Wirk­lichkeit im Stu­dio”, Work­shop an der Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar 2012. Vor­führung und Diskus­sion des SFB-Fernse­hfea­tures “Für Fred­dy tu’ ich alles” (1976) und des Radiofea­tures “Fred­dy – Der Sänger auf dem Draht­seil” (1974) im Film­mu­se­um / Uni­ver­sität Pots­dam, Stu­di­en­gang “Europäis­che Medi­en­wis­senschaft”, 2012. Fea­ture-Work­shop (Dra­maturgie und Tech­nik), NDR 2013. Work­shop “Dra­maturgie des Radio-Erzäh­lens”, Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar, 2013

EBU MASTER SCHOOL on RADIO FEATURES:

Radio doc­u­men­tary devel­op­ment project – gemein­sam entwick­elt mit Nathalie Labour­dette (Leitung), Edwin Brys und Stephen Erick­son.

Coach 2002/03 (Oslo / Brüs­sel / Berlin / Zagreb); 2004/05 (Berlin  / Brüs­sel  / Wien); 2005/06 (Berlin / Brüs­sel / Kopen­hagen / Prag); 2007/08 Berlin, Brüs­sel, Halle, Ostra­va, Sofia).

Zu den Coach­es gehörten u. a. Lis­beth Jessen, Niko­lai von Koslows­ki, Michael Lis­sek, Leslie Rosin, Annick Lesage, Liam O’Brien und Eva Roither.

Teil­nahme an Coach­ing-Sem­i­nar der EBU / Media Acad­e­mie in Hil­ver­sum (2006).


VORTRÄGE UND DISKUSSIONSBEITRÄGE

u.a. Radio Prag / Sta­tion “Vlta­va” und Ver­band der tschechis­chen Rund­funk-Kün­stler (Prag 1992) über “Doku­men­tarische Rund­funk­for­men in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land”. Muse­um für Gestal­tung, Basel 1994: “Insze­nierte Geräusche — Die Wieder­her­stel­lung der Wirk­lichkeit im Radio”. Radio-Forum des Prix Italia, Neapel 1996: “Infor­ma­tion, Opin­ion, Provo­ca­tion” — The Radio Fea­ture of the Nineties” und Radio-Forum des Prix-Italia, Raven­na 1997: “Please — make me laugh !” Prix Europe, Berlin 1997 / Mark­t­platz der Ideen: “Laugh out”. Inter­na­tion­al Fea­ture Con­fer­ence, Warschau 1998 (“The Art of Dra­matur­gy”) und Berlin 2000 (“Orson Welles”). Hear­ing “SOS Fea­ture”, Prix Europa, Berlin 2001.

BBC-Kon­ferenz “The Future of the Radio Fea­ture” (“Seduc­tive Radio and the Doc­u­men­tary Idea”), Lon­don 2002. “Lange Nacht der Hör­büch­er”, Buchmesse Leipzig 2002. “Fea­ture-The­o­rie und -Prax­is”, Uni Hildesheim 2003. “Der Stein und das Bewusst­sein” — Diskus­sions-Ver­anstal­tung an der Fach­hochschule Ful­da über “Autonome und Autonomie” (2005). Vor­trag über Akustis­che Dra­maturgie, “Plopp”-Wettbewerb, “Hau” Berlin 2005. Inter­na­tion­al Fea­ture Con­fer­ence, Wien 2006 (“Open­ings and End­ings”).

“First per­son sin­gu­lar — Die Wieder­ent­deck­ung des Autors im Radio-Fea­ture” (mit Michael Lis­sek, Woche des Hör­spiels, Berlin 2007). “Schreiben mit dem Mikrophon”, Schreib­w­erk­statt Radio, Leipzig 2008 und 2010). “Leichen­schmaus im Café Exit” (Vor­führung und Diskus­sion, Bre­mer “Hörki­no”, 2008 — in der gle­ichen Rei­he “Män­ner im Mut­ter­land” (2009), “Liebe und andere Zwis­chen­fälle (2011) und “Der Kun­stkopf-Mann” (2019). Europawelle Saar, Vor­trag über die Zukun­ft großer Radio­for­mate (2008). “Schreiben mit Orig­inal­ton” — Ver­anstal­tungsrei­he mit Fea­tures von H. K. in der Bib­lio­thek Peter­sha­gen / Fred­er­s­dorf (2008 / 09).

“Fea­tures mit Sog und Kraft” — Sem­i­narleitung “School of Media”, Leipzig, 2009. ARD Fea­ture-Tre­f­fen, Köln (Vor­führung und Diskus­sion “Der Unbelehrbare”, NDR, 2010). Stu­den­tis­ches Oh!-Ton-Festival Pots­dam 2011, Vor­führun­gen und Diskus­sio­nen (“Der Unbelehrbare”, “In den Tod — Hur­ra!”, “Meine Ent­deck­ung des Sound”).

Vor­trag an der Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar (“ICH -For­men der Sub­jek­tiv­ität im Doku­men­tar-Radio”) 2012. “Objek­tive Lügen — Sub­jek­tive Wahrheit­en”, Buchvorstel­lung und Diskus­sion, DX-Camp des Rhein-Main-Radio-Club, Wet­zlar 2013. “Feinde wie wir — Jugend auf den Schlacht­feldern des Ersten Weltkriegs” – Öffentliche Vor­führung und Diskus­sio­nen im Von­der­au-Muse­um Ful­da, der Her­mann-Lietz-Schule (Inter­nat Schloss Bieber­stein) und im Ful­daer Dom­gym­na­si­um mit 160 Schülern sowie im Kul­turvere­in Lauter­bach (Vogels­berg), 2014.

Ein­stein-Forum, Pots­dam: Vor­trag “Hören ist Erin­nern – Über die Ambivalenz des Sound” (Jan­u­ar 2015). Jahresta­gung des Stu­di­enkreis­es Rund­funk und Geschichte — Ein­führungsvor­trag “Von der Mindmap zum Hör­fea­ture”, Pots­dam 2016. “Wenn Geräusche lügen” — Zwei Vorträge im Fer­di­nand-Braun-Beruf­ss­chulzen­trum, Ful­da (2016). Öffentliche Vor­führun­gen des Fea­tures “Der Kun­stkopf-Mann” beim Kun­st­fes­ti­val in Pfaf­fen­hofen a. d. Ilm. Teil­nahme mit “Kun­stkopf-Mann” und “Ernst Schn­abel / Ein Mann im Wet­t­lauf mit der Zeit” an der Ausstel­lungs-Rei­he “Radio­phon­ic Spaces” (Basel, Berlin, Weimar 2018/19).

Klan­gin­stal­la­tion und Rate­spiel der “Sound­de­tek­tive” in der Kinder-Akademie, Ful­da 2019. Vor­führung und Diskus­sion des Fea­tures “Auch ich war ein Bittschön” (1993) in der Leipziger “Geräuschkulisse” aus Anlass der Buchmesse mit Tschechien als Gast­land, 2019. Mitar­beit am “Radioblog” im swr-Por­tal “Dokublog” seit Feb­ru­ar 2015. Hör­spiel­work­shop mit Flüchtlingskindern, Ful­da 2016 (“Ful­da Rap”).

LEHRAUFTRÄGE 

der Uni­ver­sität Leipzig, Fach­bere­ich Kom­mu­nika­tions- und Medi­en­wis­senschaften, im Win­terse­mes­ter 1993/94 (“Orig­inal­ton im Hör­funk-Fea­ture — Möglichkeit­en und Gren­zen”) und im Som­merse­mes­ter 1994 (“Radio-Fea­ture inter­na­tion­al”).


VERSCHIEDENES:

Mit Wolf­gang Bauern­feind, Gabriele Auensen-Borgelt, Alfred Behrens, Elfriede Czur­da und anderen Ini­tia­tor der “Funk-Stunde” in der Neuen Gesellschaft für Lit­er­atur, Berlin: Öffentliche Vor­führung bzw. Live-Pro­duk­tion und Diskus­sion von Fea­tures und Hör­spie­len im Deutschen Rund­funkmu­se­um und in der “Galerie am Chamis­so­platz” in den 80er Jahren.


Aus ein­er Art Man­i­fest (1980):

Für die Autoren der Gruppe ist Radio ein unübertrof­fenes, nie ver­al­tendes Instru­ment für den Aus­tausch von Gedanken und Empfind­un­gen – autonomes akustis­ches Medi­um inmit­ten der Bilder­flut. Sie schätzen den Verzicht auf das Optis­che als Stärke, die ein­fachen Mit­tel (Wort, Geräusch, Pause) als Reich­tum. Sie set­zen auf die Mitar­beit, die Phan­tasie der Hören­den. Sie wehren sich gegen Ten­den­zen, den Medi­en­markt für den raschen Umschlag von beque­mer, anspruch­slos­er Ware herzuricht­en. Meist geschicht­s­los aufgewach­sen in der Nachkriegszeit, suchen sie nach Wurzeln, nach Bezü­gen, Vor­bildern – und ent­deck­en sie in den hoff­nungsvollen Jahren der ersten deutschen Repub­lik, in den beherzten Anfän­gen der zweit­en: den Funk-Exper­i­menten, Radio­the­o­rien, Arbeit­er-Radio­clubs der 20er, den Sendun­gen des Nord­west­deutschen Rund­funks der frühen 50er Jahre (…) Die BERLINER FUNKSTUNDE, das erste regelmäßige Radio­pro­gramm aus dem Vox-Haus am Pots­damer Platz, machte aus Dichtern und Lit­er­at­en auch die ersten Funkau­toren: Benn, Döblin, Kasack, Kaiser, Lasker-Schüler, Wer­fel, Bar­lach, Brecht (…) ◀︎

Eröff­nung der Hörki­no-Rei­he im Berlin­er Zeughaus Unter den Lin­den mit “Hochzeit mit dem Feind” 1991 (Wieder­auf­führung des Fea­tures mit Diskus­sion im ARD-Haupt­stadt­stu­dio 2010). Vier Jahre ARD-Vertreter in der Fea­ture Project Group der EBU, Genf. Mit­glied der Project Group zur Vor­bere­itung und Durch­führung der Inter­na­tionalen Fea­ture-Kon­feren­zen 1996 in Lon­don, 1997 in Oslo und 1998 in Warschau.


WISSENSCHAFTLICHES:

u. a. Diplo­mar­beit von Elke Thiele (Uni­ver­sität Leipzig): “Zur Meth­ode des Hör­funk­fea­tures — Eine Unter­suchung aus­gewählter Arbeit­en Hel­mut Kopet­zkys”, 1993 (Fortschrei­bung durch Kat­ja Schmidt in ihrer Bach­e­lo­rar­beit, Uni­ver­stität Leipzig, 2009). Diplo­mar­beit von Dörte Fiedler: “Gestal­tete Real­ität — Ten­den­zen im Radio-Fea­ture”, 2007. Diplo­mar­beit von Robert Rymes: “Umgang mit fremd­sprachi­gen O-Tönen im Radio-Fea­ture”, 2008. Mas­ter­ar­beit von Katin­ka Schmitt über den Autor Hel­mut Kopet­zky in Form eines ein­stündi­gen Radio-Fea­tures (FU Berlin, “Ange­wandte Lit­er­atur­wis­senschaft”), 2009.



Wir Mut­mach­er

Unsortierte Beispiele aus der großen Zahl per­sön­lich­er Sup­port-Schreiben als Autoren-Kol­lege, Fea­ture-Redak­teur und Coach

Liebe Frau …

zunächst vie­len Dank für das Ver­trauen, das Sie in mich set­zen. Nun kön­nte ich gle­ich die männliche Kas­san­dra ‘raushän­gen – etwa mit den Worten: “Muss es unbe­d­ingt das Fea­ture sein ?” Ich kön­nte Ihnen beschreiben, wie sel­ten selb­st ges­tandene Autoren/Autorinnen es z. Z. ins Pro­gramm schaf­fen u. s. w. Aber dafür liebe ich das Genre zu sehr. Und tat­säch­lich ist das immer noch mein “Traum­beruf”. 

Ehrlich will ich aber den­noch sein: Es gibt (und gab noch nie) einen beschreib­baren Aus­bil­dungsweg ins Fea­ture-Land. Auch ein bes­timmtes Studi­um, das eher zum Ziel führt, kön­nte ich Ihnen nicht nen­nen. Auch wenn es ein wenig sal­bungsvoll klingt: Lebenser­fahrung und Neugi­er, egal auf welchem Gebi­et, sind die besten Voraus­set­zun­gen. Sie soll­ten sich für das jour­nal­is­tis­che Handw­erk inter­essieren (und möglichst etwas Erfahrung im Recher­chieren haben – sei ’s auch “nur” für die Schülerzeitung), tech­nis­ches Inter­esse mit­brin­gen (wer das Mikrophon außer­halb des Stu­dios als störend empfind­et, wird es schw­er haben) und musikalisch – im weitesten Sinn – soll­ten Sie auch sein (ich meine: Sinn für Rhyth­mus und Gefühl für Klang­far­ben besitzen).

Mit den Fea­ture-Redak­tio­nen der ARD kom­men Sie über sog. Exposés oder Treat­ments in Kon­takt (Adressen unter den jew­eili­gen Sendern im Inter­net) – das sind Kurzbeschrei­bun­gen Ihres The­mas und der Art, wie Sie es behan­deln möcht­en. Eine Seite genügt. 

Allerd­ings: Nur die ganz beson­dere Idee, der wirk­liche Geis­tes­blitz hat eine Chance, über­haupt wahrgenom­men zu wer­den. Es muss IHR The­ma sein — eine Sto­ry, die son­st nie­mand hat und nie­mand außer Ihnen so gestal­ten kön­nte. Leicht gesagt aber wahr. Als Redak­teur beim dama­li­gen SFB bekam sich pro Jahr schätzungsweise 250 Ange­bote, ganze 13 wur­den real­isiert. Und sel­ten war ein New­com­er dabei.

Ich möchte Sie nicht ent­muti­gen. Aber – bitte – hören Sie sich erst mal in der Szene um. Da bekom­men Sie einen ersten Eindruck.Gern hätte ich Ihnen das alles per­sön­lich erzählt. Aber z. Z. sitze ich auf den in Kar­tons ver­pack­ten “Trüm­mern” meines Stu­dios, das ich aus pri­vat­en Grün­den nach 34 Fea­ture-Jahren von Berlin nach Ful­da / Hes­sen ver­lege, und warte auf den Spedi­teur. 

Vielle­icht erzählen Sie mir gele­gentlich unter obiger Mail-Adresse, wie es Ihnen bei der Suche nach dem Traum­beruf ergan­gen ist.

Viel Glück ! (2005)

Als Coach der EBU MASTER SCHOOL an einen jun­gen nieder­ländis­chen Kol­le­gen:

Dear F.,

vie­len Dank fuer die CD! Final­ly I lis­tened to it — and I regret so much, not being able to fol­low the words. Meine Konzen­tra­tion reicht immer nur fuer ein paar Saet­ze, as some peo­ple talk real­ly fast, espe­cial­ly the young ones. So I tried to catch the form, ten­sion, struc­ture. 

First of all: Your mate­r­i­al is very well record­ed, indeed. I also like your voice as nar­ra­tor (told you already). Also, there is a num­ber of con­vinc­ing acoustic ideas in your treat­ments. I just got some prob­lems with the pace and flow of both sto­ries you sug­gest. Cer­tain­ly there is much more devel­op­ment in the con­ver­sa­tions, in the words, than I can fig­ure out. My feel­ing is, that the out­stand­ing nat­ur­al tone of all your per­sons is treat­ed dra­matur­gi­cal­ly in a rather “nat­u­ral­is­tic” way. We are invit­ed to feel, as if we were in the sit­u­a­tions our­selves. But radio – as I take it – is a more dis­tant medi­um. Time and pace in radio is dif­fer­ent from “real life” and – being author and direc­tor in one per­son, you are the mas­ter to shape your record­ings in a strict­ly per­son­al way. 

Mein Vorschlag: Be more brave, rigid, rough in putting your fin­ger print on your pro­gram ! Some­times I can feel your impact to fol­low your nar­ra­tional fan­tasies, but I got the feel­ing, you for­get about that after a while (?). We loose the author/narrator con­tin­u­ous­ly down to the end. And it’s him, who gave us his guid­ing hand in the begin­ning. And we miss him ! 

Some for­mal ele­ments like the musi­cal Leit­mo­tiv are used a bit too reg­u­lar, repet­i­tive, pre­dictable.

So — on the whole: MEHR MUT

Cor­dial­ly yours …



Nach Wien (19. 7. 04)

Liebe K.,

don’t pan­ic ! Dein Bericht, den ich grad aus der Mail­box gezo­gen habe, liest sich doch gar nicht so schlecht! Erfahrun­gen, wie Du sie im Stadt­park gemacht hast, habe ich natür­lich auch. Die einen haben schlicht Angst vor dem Mikrophon, die anderen sind wahrschein­lich ide­ol­o­gisch-verkopft (und haben auch Angst). Man kann sie nicht zwin­gen, besten­falls ver­ste­hen.

Aber es bleibt ja noch eine Menge Mate­r­i­al, um den ursprünglichen Plan nicht gle­ich fall­en zu lassen. Dazu passt sehr gut, dass Du Dir ständig Deine Gedanken auf­schreib­st. Ich höre so etwas wie einen inneren Monolog — muss ja nicht der orig­i­nal Thomas-Bern­hard-Ton sein, aber etwas davon kann ich mir schon vorstellen. Das wür­den wir ja — wenn’s dabei bleibt — vorher qua­si als nar­ra­tion aufnehmen.

Wichtig ist im Augen­blick, dass Du – neben den weit­eren Interviews/Gesprächen – ein bißchen kreativ herum­spinnst. Such’ in Deinen Auf­nah­men nach geeignetem Mate­r­i­al ! Also, bitte, nicht gle­ich alles tran­skri­bieren — das lähmt (seit­en­weise tipp-tipp-tipp …)! Mach’ Dir Noti­zen, schreibe einzelne geniale Sätze, aus­sagekräftige Töne etc. auf; male auf einem großen Papier­bo­gen (min­destens A3) kreativ herum … So würde ich’s jeden­falls machen ! Halt’ Dir den Kopf frei !

Keep cool !



Zwei Mails nach Zagreb 

(Im Anschluss an eine Mas­ter­class – ich glaube 2003 oder 04 – bildete sich eine Gruppe von „Radio­fu­tur­ists“, die unge­fähr zweiein­halb Jahre zusam­men­hielt und mit ihrem Mail­wech­sel mehrere Büro­ord­ner füllte – nachzule­sen im Deutschen Rund­funkarchiv / Kon­vo­lut Kopet­zky)


Dear M., S. und C. 

I very much enjoy your dis­cus­sion about “being involved” ! The mat­ter sounds rather sim­ple — but only at the first glance. One of the tricky ques­tions is: How close should I be to my “main char­ac­ter” and his/her sto­ry with­out loos­ing my crit­i­cal sense.

One aspect of your dis­cus­sion may has been neglect­ed: There are dif­fer­ent types of radio doc­u­men­taries (and fea­ture-mak­ers). To talk about my own pri­or­i­ties: I con­sid­er myself as a jour­nal­ist, approach­ing our genre from a jour­nal­is­tic angle. 

To know, from which “obser­va­tion point” resp. point of view resp. with which atti­tude I look upon my sub­ject, makes it eas­i­er to solve those ques­tions about “being involved”. I’m sub­jec­tive – oh yes ! – but not nec­es­sar­i­ly friend­ly to “my” char­ac­ters. I try to keep a cer­tain dis­tance (some­times unsuc­cess­ful­ly, I con­fess). I fan­cy cer­tain points of view of my “jour­nal­is­tic objects”, but I don’t patron­ize them. Being a jour­nal­ist, I rarely can be the advo­cate of oth­er peo­ples’ con­cerns.

To cut a long sto­ry short: Don’t involve your­self emo­tion­al­ly too much, but stay open and curi­ous and even friend­ly to your char­ac­ters and their sit­u­a­tion. If you like them or not: make them live in your pro­gram!

Hel­mut



Dear friends (male + female) -

this is a joint let­ter to Croa­t­ia. When in Zagreb last time, you pro­vid­ed me with a num­ber of  CDs and man­u­scripts, and my inten­tion was, to read and lis­ten as soon as pos­si­ble. Well — sum­mer has come. For some weeks, Hei­di and me are stay­ing in her small house in Ful­da — the place, where both of us grew up after depor­ta­tion from for­mer Czecho-Slo­va­kia in 1946. There is a nice lit­tle gar­den behind my com­put­er screen to look at while writ­ing this let­ter. And final­ly, there was some time to read and lis­ten and to think of this strange group called FEATURE TI MATER, com­posed of very nice (and some­times also strange) mem­bers, whom I would like to meet much more often !

We talked about the tramway piece before. Now I lis­tened to it for the first time.

Curi­ous! And there should be many more such curi­ous, odd pieces in our pro­grams ! That’s for sure! Radio MUST irri­tate once in a while, stir up and occu­py the fan­ta­sy of lis­ten­ers. TV in gen­er­al is plain sur­face, you see what you see – and that’s it (most­ly). The prob­lem, of course: More and more sur­face-surfers take over posi­tions in the radio orga­ni­za­tions.

I like the tramway piece, indeed — the idea, your provoca­tive ques­tions, cer­tain sounds. Nev­er­the­less, for my taste it’s a bit too much patch work, stitched togeth­er by lit­tle clips of  archive music. The atmos­phere which you promise in the (Eng­lish) intro­duc­tion doesn’t build up 100 per­cent, ‘cause mon­tage spoils the atmos­phere in a way. Motion is stopped sev­er­al times. I’d pre­fer to be tak­en on a non-inter­rupt­ed trip of increas­ing mad­ness, being a pas­sen­ger of this tram myself. Well — I may be wrong, not under­stand­ing details. But … think about it!

Srdan, good man — know­ing you a lit­tle, let’s say 10 to 15 per­cent — I lis­tened to “Music by the Way” (the final mix) as to a self­por­trait ! It doesn’t mat­ter, that I don’t under­stand the divi­sion of your piece into move­ments — well, you want­ed it this way, and that’s OK  … What a nice bunch of peo­ple, night­ly ghosts, do we meet with­in those 29 min­utes ! 

By the way”: Am I right, that you don’t men­tion that Vla­do is a taxi dri­ver sit­ting in his car at the begin­ning? We don’t learn it before close to the end ! Sound doesn’t tell (?). Shouldn’t you give us scenery and loca­tion ear­li­er, in one sen­tence, to put us on the trail ?

Pavli­ca, your fea­ture reminds me of my own search for my and my fam­i­lies roots – Heidi’s as well because we came from the same part of the world. I like the light-heart­ed style of your nar­ra­tion (in con­trast to the heavy Ger­man one — buu­uh !) and a num­ber of  quite fun­ny obser­va­tions and scenes … “Not the Milovics. These were the Mamilovics !” Great !

Did you trans­late “Mar­ried in Istria 1900” for some inter­na­tion­al pur­pose – Prix some­thing ? I didn’t hear about it before. The pro­gram should have a chance on the mar­ket place — which unfor­tu­nate­ly is shrink­ing even in Ger­many.

Dear Tom­i­ca, what a shame that I didn’t see you in Zagreb dur­ing my short vis­it. Your sis­ter gave me a small selec­tion of your work which impressed me a lot.

Until last year I was an igno­rant con­cern­ing poet­ry, and in fact much of the con­tem­po­rary Ger­man poet­ic “pro­duc­tion” (Gün­ter Eich, Sarah Kirsch, even Inge­borg Bach­mann) sounds rather pre­ten­tious, self-impor­tant, dark and dull. I didn’t and I don’t like it. Last year in Ire­land, a friend gave me a small paper-back with poems of Paul Dur­can, the Dublin poet (from Mayo), for­mer vocal­ist of the rock group “Van Mor­ri­son”. And lat­er I found more of his stuff like “Berlin Wall Café”. I also dis­cov­ered his elder “spir­i­tu­al broth­er” and fore­run­ner Patrick Kavanagh.

Read­ing those poems, they opened a part of the lit­er­ary cos­mos for me which had been hid­den before. In your poems, Tom­i­ca, I find “it” egain. How to define ? It’s YOU  who is speak­ing to the read­er — not her majesty, the lit­er­a­ture her­self. In your Brasil­ian texts, for exam­ple, I find many of my own obser­va­tions and images when trav­el­ling through that coun­try-con­ti­nent — but with your eyes and ears … This poet­ry is not pre­tend­ing to be eter­nal or even holy. It’s stand­ing on the ground, putting it’s nose into the wind “in the hills above Petrópo­lis”,  with “lungs full of air”. 

A real dis­cov­ery for me ! When­ev­er there will be new trans­la­tions to Eng­lish or French, I would like to get hold of them. And next time in Zagreb (or Berlin !) we must see each oth­er. 

And this wish goes to all of you !

Cor­dial­ly your’s / her­zlich …


Noch eine Mail als Coach der EBU Mas­ter School…

…die, wie man lesen kann, auch logis­tis­che Her­aus­forderun­gen bere­it hielt.

(W’s Pro­jekt befasste sich mit … STILLE)



Dear W.,

there is only one month left, till we meet in Brus­sels, and you have col­lect­ed a suit­case full of tapes, notes, impres­sions and … silence, I guess. To shape our com­mon project more pre­cise­ly, I’m ask­ing you for a work­ing agen­da, which will help us to coor­di­nate form, con­tents and dates.

There seems to be a lot of time down to the final dead­line in Novem­ber, but if we look clos­er at our cal­en­dars, there isn’t too much time indeed: Sum­mer hol­i­days are com­ing, and we all know that it will be dif­fi­cult for some weeks to get hold of inter­view part­ners. Before the final pro­duc­tion (three days only) all the mate­r­i­al should be care­ful­ly select­ed and edit­ed — so you will need pret­ty much time in September/October for lis­ten­ing, select­ing, edit­ing, writ­ing com­men­tary (if you intend to) and so on. There­fore I’m urg­ing you, to e-mail some details until 1st of June, which will be the dead­line for “scenes and idea devel­op­ment”, as agreed in Oslo.

(1) Please try to find a TITLE, which gives a true and suit­able idea of  the pro­gramme (what is it all about ?) and which will “grip” lis­ten­ers. Like the whole work­ing plan it must not be the “last word”, but a first seri­ous attempt of shap­ing your pro­gram !

(2) Try to fix your main THESIS in just one or two sen­tences (…)  Often in our radio lis­ten­er mag­a­zines (pro­gram jour­nals), there are just two or three lines to explain the con­tents of a pro­gram !

(3) Which is the CURRENT STAGE of your research / record­ings ? Good results ? Prob­lems ?

(4) The esti­mat­ed LENGTH of your pro­gramme ?

(5) Do you think, there will be a NARRATOR and/or a lot of  SOUND WORK (mon­tage) in the end ? Will you be the nar­ra­tor your­self ?

(6) In which CONTEXT will your pro­gramme final­ly be broad­cast by your sta­tion (spe­cial event, reg­u­lar fea­tures pogramme) ?

Please under­stand: These ques­tions should help you to clar­i­fy your work­ing process. Though this work­shop is called “mas­ter­school” it still remains a work­shop in which we assem­ble pro­grams. And we do it togeth­er.

Good luck !