Manuskripte

Nachtgespräche in Damaskus

Von der Innen­seite des Islam (NDR / SFB+MDR / BR 1995) Dauer 55:58 Erzäh­ler: Peter Simonis­chek (Aus einem vor­läu­fi­gen Sprecher­text mit Autoren­no­ti­zen) “Es gibt keinen Gott außer Gott. Und Mohammed ist Gottes Prophet” … Laut­sprech­er auf hohen gold­verzierten Minaret­ten und auf kleinen, kurzen, schäbi­gen mit Well­blechdäch­ern. Über­all – schep­pernd, jaulend,
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Autonome Maifestspiele

Gesendet im DLF, BR, HR, WDR und RBB mit den Unter­titeln “Der gelebte Wider­spruch” oder “Der Stein und das Bewusst­sein” (2005). Sprech­er: Der Autor. Aus der Sendung des Deutsch­land­funks: POLIZEISIRENEN / HUBSCHRAUBER.  Aufgeregte Stimme:  Hey, das sind doch Schweine ! Jet­zt fängt es wieder an zu stinken! ABSCHUSS EINER TRÄNENGAS-GRANATE / ZISCHENDES GERÄUSCH.   AUF DIE AUSKLINGENDE ATMO: Frau aus der Oranien­straße  Das sind Kids aus den abso­lut unter­sten Bil­dungss­chicht­en
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The Sad Death of Mack the Knife

Fünf Tage vor seinem 76. Geburt­stag 1992 öffnete der Schaus­piel­er Wolf Kaiser ein Fen­ster sein­er Berlin­er Woh­nung, Friedrich­straße 128, viert­er Stock, und sprang in den Tod. Der Darsteller des Gen­tle­man-Gang­sters Mack­ie Mess­er im Brecht-Ensem­ble am Schiff­bauer Damm (über 400 Vorstel­lun­gen) und sozial­is­tis­che Fernseh-Serien­held war eine Berühmtheit der ehe­ma­li­gen DDR. Fas­sung für
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Yesterday Line

Mit dem let­zten Pas­sagier­schiff der Nor­dat­lantik-Lin­ie nach New York (SFB / ORF 1977). Dauer 50:54. Touris­ten-Klasse, Luxus-Klasse,  Mannschafts-Quartiere, Arbeits­bere­iche und ein Novem­ber-Sturm, der vorüberge­hend alle gle­ich macht. Aus dem Manuskript: (…) SPRECHER I  Im Restau­rant der Touris­ten-Klasse das Ehep­aar Klein aus Zweibrück­en. Sie essen mit der ersten Schicht. Um 20 Uhr
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Der Kunstkopf-Mann

Let­zte Reise des Töne­fängers Matthias von Spal­lart nach Ama­zonien. Herb­st 1980. In Basel packt ein Mann behut­sam das Nagra-IV-Auf­nah­megerät mit den blitzen­den Knöpfen und Schal­tern und 120 Spulen Mag­net­band reise­fer­tig zusam­men, dazu ein Paar der ger­ade erst erfun­de­nen Dum­my Head Mikro­phone für Kun­stkopf-Auf­nah­men, die – in den eige­nen Ohren getra­gen
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Ypern

Die Stadt, die mit den Toten lebt. Deutsch­land­funk (2003). YPERN, MENENTOR / LEBHAFTES STIMMENGEWIRR Autor  Kein Stadt­tor – ein Tri­umph­bo­gen … Viel zu groß für das kleine Ypern, 35 000 Ein­wohn­er. Das Riesen­tor an der Aus­fall­straße nach Menen  ist ein Siegerdenkmal. Und nicht das einzige in Flan­dern. Denn der Sieg war
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Lenin kehrt zurück

Anfang und End­sta­tion – Der Finnis­che Bahn­hof in St. Peters­burg.Eine Zeitreise. DLR BERLIN (2000) Dies­mal kommt Wladimir Iljitsch nicht im plom­bierten Wag­gon als “Zeit­bombe” mit deutschem Passep­a­rtout, um den Bürg­erkrieg anzuzetteln. Er trifft Erster Klasse im “Sibelius”-Express aus Helsin­ki ein. Ein Fea­ture über Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart des zweit­größten Bahn­hofs von
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Die Welt im Tunnel

RETINITIS PIGMENTOSA – Erfahrun­gen eines Augen­men­schen an der Gren­ze zur Fin­ster­n­is. Über einen erblind­en­den Kam­era­mann und guten Kol­le­gen – SFB / ORB und MDR (2000). GEKÜRZTES MANUSKRIPT. UNTERGRUND-BAHN, INNEN. Autor  Der Anruf kam an einem Nach­mit­tag um Fünf. “Hier ist Hans !” — “Welch­er Hans?” Dann saß er vor mir
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Mein schwarzes Fulda

Beichte eines ver­lore­nen Sohns. Deutsch­land­funk (2004). Die Sendung ent­stand kurz vor der endgülti­gen Rück­kehr (2005) in die osthes­sis­che Mit­tel­stadt. Den Ful­daern gefiel sie nicht. Die gelbe Post brachte uns ein stark riechen­des Zehn-Kilo-Paket voll Hüh­n­erkacke „mit Grüßen der dankbaren Zuhör­er“. TEXTFRAGMENTE: Autor / Erzäh­ler  Zurück aus der Großs­tadt — zum
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Halleluja – oder Amen !

Christliche Fun­da­men­tal­is­ten auf dem Vor­marsch. Ein Front­bericht.  SFB/ORB Fea­ture mit MDR, BR, HR und NDR (2003). FLUGZEUGGERÄUSCH / EINSCHLAG DES PASSAGIERFLUGZEUGS IN DEN SÜDTURM DES WORLD TRADE CENTER / EINE FRAU SCHREIT: OH, MY GOD ! OH, MY GOD ! OH, MY GOD ! Frauen­stimme  (DICHT)  Mein Gott ! WORSHIPRADIO-TRAILER 
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Die Grenzgänger

Log­buch ein­er Notret­tungssta­tion. Sender Freies Berlin mit ORB und HR (2001). GEKÜRZTE MANUSKRIPTFASSUNG.  Sprech­er  Er fragte: Kannst Du Blut sehen ? Men­schen­blut ! Kein Ketchup wie im Fernse­hen.  Na dann ! IM NOTARTZWAGEN / SCHNELLE FAHRT AUF DER LANDSTRASSE / SONDERSIGNAL / FUNKSPRECHVERKEHR Sprech­er  Son­ntag, 15 Uhr. Mit 160 auf
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Nach dem Goldrausch

Boom und Elend in Ama­zonien – Ein Reise­führer für Uner­schrock­ene. Bay­erisch­er Rund­funk (2001). Sprech­er (TROCKEN):  Also wie Sie nach Cre­poriz­in­ho kom­men? Das ist ganz ein­fach. Sie starten — sagen wir mal — in Frank­furt am Main. CLAUDIO SANTORO, “TRIO PARA VIOLINO, VIOLONCELO E PIANO” (1973)  UND KLANG-ELEMENTE EINER INDIGENEN ZEREMONIE
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Aus heiterem Himmel – Tiefflugwetter in Zone 7

SFB / BR / RB 1989  (42:59) AUS DEM MANUSKRIPT: (…)  SPRECHER  Zehn Besatzun­gen gle­ich zwanzig Mann vor der Wet­terkarte. Kampf­be­satzun­gen. Braunge­bran­nte, jun­gen­hafte Profi­fußbal­ler­gesichter, Bergführerpro­file. Eine Kon­ferenz von Formel-Eins-Ren­n­fahrern (…) Ide­ales Tief­flug­wet­ter heute. METEREOLOGE  … Pferds­feld macht noch Reste der Front mit Tem­po yel­low … Bis 14 Uhr etwa. Und
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Raketensommer ’83 – Analyse eines Alptraums

SFB+ORB / DLF / NDR 1998  (54:21). AUS DEM MANUSKRIPT:   HUBSCHRAUBER-GERÄUSCH, VERLANGSAMT Autor  Gold ist bil­lig im Som­mer ‘83. Die Fei­n­un­ze gle­ich 31,1 Gramm, kostet 400 Dol­lar oder 984 Deutsche Mark. Knapp die Hälfte im Ver­gle­ich zu 1980.  Im Juni tausche ich den größten Teil mein­er mageren Erspar­nisse —
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Der andere Kanal

Nachruf eines West­kol­le­gen auf das DDR-Radio SFB + ORB 1993  (57:13) Akustis­ches Grund­muster der Sendung sind Klangflächen, kom­poniert aus sämtlichen Pausen­ze­ichen und Senderken­nun­gen des DDR-Rund­funks – Radio DDR I und II, Stimme der DDR, Berlin­er Rund­funk, Jugen­dra­dio DT 64, Radio Berlin Inter­na­tion­al, DS-Kul­tur. Auch die einge­blende­ten Ton-Doku­mente entwick­eln sich aus
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Hochzeit mit dem Feind

Bun­deswehr nimmt NVA – Album ein­er Vere­ini­gung. SFB + ORB / BR / NDR / WDR / FUNKHAUS BERLIN 1991 (48:50). PRESSETEXT:  „Am Rand der Gemeinde Dabel, Kreis Stern­berg, Bezirk Schw­erin (2000 Ein­wohn­er), hin­ter Kiefern und Birken, geschieht das nie Dagewe­sene: Zwei Armeen vere­ini­gen sich; die Geg­n­er — schw­er bewaffnet
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Xangô – Die Nacht der schwarzen Götter

SFB 1991  (48:40) AUS DEM MANUSKRIPT: LEISE ATMO MIT GELEGENTLICHEN EINWÜRFEN DER GROSSEN TROMMELN. ZIKADEN (TÜREN ZUR STRASSE WEIT OFFEN). GEMURMEL. SEUFZER. Die Göt­ter haben sich ver­spätet (…) Die Trom­meln tän­deln. Sie tun harm­los, wie zer­streut. Man sagt: Sie kitzeln die Göt­ter. Welch­er Gott beißt heute an ? Wir sind
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Die Liebe zu den Orgelpfeifen

Exkur­sion ins Innere des Klangs hr2 / Fea­ture 2009 – In Stereo und 5.1 Sur­round (52:35) MANUSKRIPT-AUSZUG: OLIVIER MESSIAEN, “O SACRUM CONVIVIUM !” (1937) DARAUF IM 5.1-PANORAMA VERTEILT: Organ­ist  … Der Klang ist san­ft, füllt jede Ecke in dieser riesi­gen wun­der­baren Kathe­drale. Hat Süße, hat ganz prick­el­nde Klangkro­nen. Kann extrem
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Ein europäisches Haus

Prag auf acht Eta­gen MDR / RBB 2009  (54:19) MANUSKRIPT-AUSZÜGE: EINE KAKOPHONISCHE MISCHUNG AUS MUSIKSTÜCKEN, DIE AUF VERSCHIEDENEN ETAGEN DES PRAGER WOHNHAUSES ZU HÖREN SEIN WERDEN: JAZZ, BACH, CHOPIN, INDISCHE RAGAS Das Haus ist hoch und bre­it und aufge­donnert. Bau­jahr etwa 1890. Grün­derzeit. Riesen­weiber mit Kanonenkugel-Busen stem­men über­ladene Balkone, Nymphen
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Männer im Mutterland

Nachkriegskinder auf der Couch RBB + MDR / RB / SR / WDR 2006  (50:51) Erzäh­ler = STUDIO-AUFNAHME Der Sohn = STUDIO-AUFNAHME AUTOR und andere Stim­men = ORIGINALTON AUS DEM MANUSKRIPT: ♫ = VIOLIN-IMPROVISATION (ALS FORTLAUFENDER TEPPICH ODER KURZER BREAK) Erzäh­ler Mit acht bekam er eine Geige … ♫  (SPIELT) 
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